Künstliche Intellilgenz

Wirtschaftsministerin zeichnet erstmals „KI-Champions Baden-Württemberg“ aus

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Verleihung KI-Champions am 11. August 2020

Im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (11. August) erstmals insgesamt neun Gewinner des Wettbewerbs „KI-Champions Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft und für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg von essentieller Bedeutung. Zahlreiche Unternehmen im Land setzen KI-Lösungen bereits äußerst vielversprechend und erfolgreich um. Mit dem Wettbewerb stellen wir diese Beispiele vor und stärken auf diese Weise weiter das KI-Ökosystem im Land“, so Hoffmeister-Kraut anlässlich der Preisverleihung.

„Die beeindruckende Resonanz auf den Wettbewerb zeigt einmal mehr das enorme Potential unserer Unternehmen in Baden-Württemberg. Wir müssen aber noch besser darin werden, Forschungsergebnisse schnell und erfolgreich in die Umsetzung und auf den Markt zu bringen“, so die Ministerin weiter. Den vielen hochinnovativen Unternehmen und Start-ups im Land komme dabei eine Schlüsselrolle zu. „Baden-Württemberg ist ein starker KI-Standort und treibende Kraft im Feld der Zukunftstechnologien.“

Im Rahmenprogramm der virtuellen Preisverleihung war Professor Toby Walsh, australischer KI-Experte und Autor, als Keynote Speaker live zugeschaltet. Ebenso waren live dabei Professor Dr. Alexander von Erdély, CEO des Immobilienunternehmens CBRE, das derzeit im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI BW erarbeitet und Vanessa Cann, Geschäftsführerin beim KI-Bundesverband e. V. und Mentorin bei Woman in AI. Den künstlerischen Rahmen der Veranstaltung bildeten Jeroen van der Most aus den Niederlanden sowie Dr. Johannes Stelzer, Mitglied der Medienkünstlergruppe Lunar Ring, die jeweils auf ihre kreative Art Kunst und KI verbinden. Moderiert wurde die Preisverleihung von Andrea Thilo, Trägerin des Deutschen Filmpreises. Mit über 600 registrierten Gästen war die Preisverleihung eine der großen virtuellen KI-Veranstaltungen in Deutschland.

Der Wettbewerb ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ des Wirtschaftsministeriums. Er wurde zu Beginn des Jahres erstmals ausgeschrieben und richtet sich an Unternehmen und wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Aus über 40 Bewerbungen wurden neun Preisträger ausgewählt. Die Verleihung der „KI-Champions Baden-Württemberg“ erfolgte in drei Kategorien: Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis 500 Beschäftigte sowie große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.

Weitere Informationen:

https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/ki-made-in-bw/wettbewerb-ki-champions-baden-wuerttemberg/

https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/ki-made-in-bw/

 

Die neun Preisträger sind (in alphabetischer Reihenfolge je Kategorie):

Kategorie Forschungseinrichtungen

  • Forschungszentrum Informatik (FZI) aus Karlsruhe mit der KI-Lösung „Apache StreamPipes“. Sie hilft, komplexe Datenanalysen zur Mustererkennung oder visuellen Qualitätskontrollen mittels KI in Echtzeit zu erstellen. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen werden auf diese Weise Fachanwender ohne technische Kenntnisse unterstützt und Fehler in der Entwicklung reduziert.

Kategorie Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten

  • EnBW Energie Baden-Württemberg AG (Karlsruhe) mit der KI-Lösung „Virtuelles Kraftwerk“ zur Erstellung präziser Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen. Energiemengen können damit am Energiemarkt ausreichend bereitgestellt und wirtschaftlich optimal gehandelt werden.
  • FESTO SE & Co. KG (Esslingen) mit der KI-Lösung „Intelligente pneumatische Laufzeitüberwachung“, durch die pneumatische Antriebe intelligent überwacht werden. Auffälligkeiten werden frühzeitig erkannt, Instandhaltungen werden besser planbar und unvorhergesehene Stillstände vermieden. Dabei wird auf bestehende Sensordaten von Komponenten zurückgegriffen.
  • Trumpf GmbH + Co. KG (Ditzingen) kann mit der KI-Lösung „Sorting Guide“ als kamerabasiertes Assistenzsystem die Sortierung von Blechteilen vereinfachen. Die Teile werden farblich markiert und können einfach, schnell und fehlerfrei kommissioniert werden.

Kategorie Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten

  • Averbis GmbH (Freiburg) mit der KI-Lösung „Information Discovery“, mit deren Hilfe unstrukturierte Daten analysiert werden. Dabei werden Datenbestände inhaltlich erfasst und in strukturierte Suchmaschinen- und Datenbankformate überführt. Kognitive Arbeiten können entweder vollautomatisiert oder in hohem Grad teilautomatisiert werden, u. a. im Gesundheitssektor.
  • AX Semantics GmbH (Stuttgart) mit der KI-Lösung „AX NLG Cloud“, durch die Texte fürs digitale Zeitalter mittels KI generiert werden. Die Software ermöglicht es, Daten zu verstehen und automatisiert in 110 Sprachen aussagekräftige Texte zu erstellen.
  • Computomics GmbH (Tübingen) mit der KI-Lösung „xSeedScore“, die die effiziente und vorausschauende Züchtung von Pflanzen unterstützt. So können die Erträge von Agrarprodukten deutlich zuverlässiger unter Berücksichtigung von Faktoren wie Wetter, Klima, Boden, Anbau oder genetischen Informationen errechnet werden.
  • Spotsize JACQ. GmbH (Mannheim) mit der KI-Lösung „spotsize“. Die Smartphone-Anwendung vermisst Füße, erstellt einen digitalen, biometrischen Zwilling und findet auf dieser Basis die passende Schuhgröße. Das reduziert unter anderem Retouren im Online-Shopping als auch Verpackungsmaterial und CO2-Emissionen.
  • ThingsTHINKING GmbH (Karlsruhe) mit der KI-Lösung „semantha®“, die Textdokumente semantisch abgleicht. Unterschiede und Übereinstimmungen werden trotz unterschiedlicher Formulierungen auf Bedeutungsebene verglichen und erkannt und markiert. Damit können dokumentgetriebene Verarbeitungsprozesse deutlich beschleunigt werden.

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