Corona-Forschung

Wirtschaftsministerium fördert Corona-Forschung in Reutlingen mit 2 Millionen Euro

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mitarbeiter in einem medizinischen Labor

Mit zwei Millionen Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau den Ausbau der Forschung des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts (NMI) in Reutlingen zur Corona-Pandemie. Die Mittel, die zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen, dienen der Beschaffung von Forschungsgeräten zur Intensivierung der SARS-CoV-2-Forschung. „Das NMI gehört zu den Leuchtturm-Instituten der Corona-Forschung in Deutschland. Mit der Förderung stärken wir das dort vorhandene Innovationspotenzial nochmals erheblich“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (7. Dezember).

„Die Gesundheitswirtschaft nimmt einen hohen Stellenwert in der Innovationsstrategie des Landes ein. Die Corona-Forschung ist der beste Beleg dafür, wie wichtig das ist“, so die Ministerin. Durch die jetzige Förderung von Europäischer Union und Land werde die Forschungsinfrastruktur in diesem wichtigen Spezialisierungsfeld ausgebaut. „Damit stärken wir diesen wichtigen Forschungsbereich und tragen maßgeblich dazu bei, die Pandemie schnellstmöglich in den Griff zu bekommen.“

„Die jetzt von uns unterstützte Forschung zeigt die hervorragende Kompetenz der Innovationsallianz Baden-Württemberg auch im Bereich der Corona-Forschung. Unsere Institute sind international vernetzt und gefragte Partner bei der Suche nach geeigneten Impfstoffen“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Aktuell sei das NMI in vielversprechende Forschungsprojekte in Kooperation beispielsweise mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsbiologie in Braunschweig oder der Charité in Berlin, aber auch mit Unternehmen wie CureVac eingebunden.

Mit den jetzt geförderten Hochtechnologie-Geräten werden vor allem die Analyse- und Testmöglichkeiten für die SARS-CoV-2-Forschung am NMI auf eine neue Stufe gehoben. Dies eröffnet neue Möglichkeiten beispielweise im Bereich der Antikörperforschung. Darüber hinaus wird die Labor- und Management-Infrastruktur am NMI für Patientenproben deutlich verbessert.

„Mit seinem Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das NMI ein unverzichtbarer Partner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund des hohen Kostendrucks keine eigenen Forschungskapazitäten vorhalten können, aber dennoch ständig neuen Anforderungen gerecht werden müssen“, sagte die Ministerin. Das NMI unterstütze mit seinen Innovationen aber nicht nur Unternehmen beim Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern fungiere auch als Keimzelle für neue High-Tech-Arbeitsplätze. So seien als Ausgründung aus bzw. zusammen mit dem NMI allein 12 neue Unternehmen entstanden, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft niedergelassen hätten. Es seien damit bereits über 200 neue Arbeitsplätze geschaffen worden, so die Ministerin abschließend.

Weitere Informationen

Außer originären Landesmitteln verwendet das Wirtschaftsministerium auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft im Land zu stärken. Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg für den Zeitraum 2014-2020 rund 247 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Mit daraus finanzierten Projekten werden im Bereich des Wirtschaftsministeriums unter anderem anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Technologie- und Wissenstransfer, Vernetzungsaktivitäten und Unternehmensgründungen gestärkt.

Die Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW) ist ein deutschlandweit einzigartiges Bündnis von 13 außeruniversitären anwendungsorientierten Forschungsinstituten. Zusammen bieten die Einrichtungen der innBW ein einzigartiges Leistungsspektrum über den gesamten Entwicklungsprozess von der Idee bis zur Marktreife. Dabei orientieren sie sich in ihrer Arbeit an den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Zusammen mit Unternehmen entwickelt die innBW marktreife Produkte, Verfahren und Dienstleistungen und erfüllt ihre Rolle als Vordenker, damit das Land seine Spitzenposition als europäische Technologieregion hält.

Weitere Informationen unter: https://www.innbw.de/de/

Weitere Meldungen

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Spitzengespräch

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein: „Es geht um jeden Arbeitsplatz“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lädt angesichts der schwierigen Lage der Automobilindustrie zu einem Spitzengespräch ein.

Bescheidübergabe
Förderung

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Beim Besuch des regionalen Digital Hubs „Regionale Digitale Kooperation im Handwerk“ (ReDiKo) in Rutesheim übergab Staatssekretär Thomas Dörflinger einen Förderbescheid in Höhe von rund 400.000 Euro an die Projektverantwortlichen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
EU-Donaurraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem gesamten Donauraum treffen sich heute (3. Juli) in Ulm, um über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit in Unternehmen zu diskutieren.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026
Wirtschaftsministerkonferenz

WMK 2026: Mit Wettbewerb und Innovationen den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken

Die Wirtschaftsministerinnen und Wirtschaftsminister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder haben auf der Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) in Baden-Württemberg ein klares Signal gesetzt.

Wirtschaftsministerkonferenz 2026 in Konstanz
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz: Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland im Mittelpunkt.

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUND-BREAKERS

Bühne frei für Innovation: energieleser aus Stuttgart gewinnt den Regional Cup GROUNDBREAKERS Region Stuttgart des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Förderung

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm mit rund 500.000 Euro gefördert

Futuromundo 2026
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“

Schülerteam „Cover Curtains“ aus Weil der Stadt siegt beim Landesfinale „Start-up BW Young Talents“ im Rahmen der FUTUROMUNDO.

Digital Hub Stuttgart
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Konjunkturprognose

Zumeldung zur aktuellen Konjunkturprognose des IAW und der Universität Hohenheim

Endlich wieder Wachstum im Land!