Schlösser und Gärten

Wohn- und Repräsentationsräume in Schloss Ludwigsburg werden umfangreich restauriert

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Die klassizistischen Wohn- und Repräsentationsräume des ersten Königspaares von Württemberg in Schloss Ludwigsburg werden neu eingerichtet. Während eines Besuchs in Ludwigsburg gab Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am 25. August 2015 den Beginn dieser umfangreichen Maßnahme mit Restaurierungskosten von zwei Millionen Euro bekannt. Bis zum Frühjahr 2019 sollen die Räume wieder nahezu im Originalzustand zu sehen sein.

„Das Schloss Ludwigsburg ist eine Schatzkammer der württembergischen Geschichte“, sagte der Minister. Das gilt jetzt und werde nach der Restaurierung umso mehr gelten „Das Schloss ist einzigartig gut erhalten, ein Ort der regionalen Identifikation von kaum zu unterschätzender Bedeutung.“ Die einstige Residenz der württembergischen Herzöge und Könige ist eines von drei Schlössern und Klöstern, die der Minister noch im Sommer besucht. Als Finanzminister ist er sozusagen der oberste Schlossherr der kulturellen Liegenschaften. Betreut von der Landeseinrichtung „Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg“ ziehen diese jedes Jahr 3,7 Millionen Besucherinnen und Besucher an.

Im Rahmen der nun beginnenden Restaurierungsmaßnahmen in Schloss Ludwigsburg wird die Einrichtung von insgesamt 35 königlichen Wohnräumen im Neuen Corps de Logis wiederhergestellt. Dabei gilt es, rund 2000 Kunstobjekte (Möbel, Gemälde, Kunsthandwerk, Porzellane) konservatorisch zu betreuen und zu restaurieren. Die Maßnahme trage dazu bei, dass Schloss Ludwigsburg künftig verstärkt als eines der europaweit herausragenden Schlösser mit authentischer Ausstattung wahrgenommen werde, so Schmid.

Bei einem Rundgang durch das Schloss wies er auf das vielfältige Angebot dort hin. Es gebe nicht nur Prunkräume und Festsäle aus drei Epochen - aus dem Barock, dem Rokoko und dem Klassizismus. Die Anlage umfasse auch das Schlosstheater mit der ältesten erhaltenen und funktionstüchtigen Bühnentechnik überhaupt. Hinzu kämen mit dem Modemuseum, dem Keramikmuseum, der Barockgalerie und dem Theatermuseum sehenswerte Sammlungen.

Insgesamt kommen rund 300.000 Besucherinnen und Besucher Jahr für Jahr ins Schloss und das benachbarte barocke Lustschloss Favorite. Auch das Blühende Barock zieht viele Menschen an. „Das alles macht die Ludwigsburger Schlösser zu einem der wichtigsten Ziele des Kulturtourismus im Land. Das gilt für Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger ebenso wie für Reisende aus anderen Regionen und Ländern“, so Schmid.

Für die Besucherinnen und Besucher gibt es ein umfassendes Führungs- und Programmangebot. Um der wachsenden Nachfrage nach Führungen mit verstärktem Erlebnischarakter nachzukommen, sind Führungen mit Titeln wie „Kaffee bei Königs“ im Angebot. Dabei wird die Kulturgeschichte von Kaffee und Schokolade im Keramikmuseum präsentiert, zum Abschluss gibt es Kaffee und Kuchen nach historischem Rezept von feinstem Manufakturporzellan. Auch das Programm für Kinder ist umfangreich. Es reicht vom Kindergeburtstag bis zum Unterricht im Schloss. Im „Kinderreich“, einem Anfass-Museum für Kinder, wird die höfische Welt begreifbar. „Ludwigsburg ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie unserer Monumente für die verschiedenen Interessen der Besucherinnen und Besucher erschlossen werden können“, sagte der Minister.

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