Mittelstandspreis

Caritas, Diakonie und Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verleihen „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2019“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das Logo des LEA-Mittelstandspreises für soziale Verantwortung.

Stuttgart, 3. Juli 2019. Drei mittelständische Unternehmen wurden heute in Stuttgart mit dem „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2019“ ausgezeichnet: der Reiseveranstalter travel-to-nature GmbH aus Heitersheim, die Baugenossenschaft Familienheim eG mit Sitz in Villingen-Schwenningen und das Bäckerhaus Veit aus Bempflingen. Sie belegten in ihrer Kategorie jeweils den ersten Platz unter fünf Unternehmen, die aus 301 eingegangenen Bewerbungen beispielhaft für den Preis nominiert wurden und erhielten die Lea-Trophäe. Der Lea-Mittelstandspreis ist bundesweit der teilnehmerstärkste Wettbewerb, der Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten (CSR) kleiner und mittlerer Unternehmen auszeichnet. Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg würdigen mit dem Preis das freiwillige soziale und gesellschaftliche Engagement dieser Unternehmen. Der undotierte Preis steht unter dem Motto „Leistung – Engagement – Anerkennung“ (Lea).

 „Wieder haben sich über 300 Unternehmen um den Preis beworben – darauf sind wir sehr stolz. Damit übernehmen die Unternehmen Verantwortung und zeigen, dass sie nicht wegschauen, sondern aktiv Not lindern, erklärte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, im Neuen Schloss in Stuttgart vor 400 Gästen. Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock, Vorstand des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sagte: „Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung wünschen wir uns nicht nur, sondern unsere Gesellschaft braucht sie unbedingt. Sie entfaltet eine Wirkung, die unserem Zusammenleben unendlich guttut, und für diese Wirkung liefern die Unternehmen die besten Beispiele.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, betonte: Die kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg zeigen mit ihren vielfältigen CSR-Aktivitäten, wie verantwortungsvolles Handeln und erfolgreiches Wirtschaften Hand in Hand gehen. Damit leistet die Wirtschaft einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung in unserem Land.“

Dr. Gebhard Fürst und Dr. h. c. Frank Otfried July würdigten als Schirmherren das Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer für die Gesellschaft. Mit Blick auf die derzeitigen gesellschaftlichen und ökologischen Entwicklungen betonten sie, wie unentbehrlich das unternehmerische Wirken sei. Bischof Gebhard Fürst bezeichnete das Engagement der Unternehmen als „Beitrag von unschätzbarem Wert. Diese Unternehmen sind wie Biotope einer vielfältigen Gesellschaft. Durch die oft ungewöhnlichen Kooperationen unterschiedlichster Akteure entsteht ein Band von wechselseitigem Verständnis und Zusammenhalt ganz eigener Art.“ Landesbischof July erklärte: „Eine lebenswerte Gesellschaft braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung für den Nächsten und die Umwelt in allen Bereichen zu wagen. Die Preisträger sind leuchtende Beispiele, dass erfolgreiches Unternehmertum und soziale Verantwortung zusammengehören.“

Die drei Preisträger in der Übersicht:

Den Preis für die Kategorie bis 20 Mitarbeitende erhielt travel-to-nature GmbH aus Heitersheim. Der Reiseveranstalter gestaltet seine Reisen sozial- und umweltverträglich und achtet auf eine faire Bezahlung des Personals im Reiseland. An allen Reisezielen unterstützt travel-to-nature soziale Projekte. So in Peru die Casa Mantay. Hier fanden in den letzten 18 Jahren über 200 Mädchen, die ungewollt schwanger wurden, ein schützendes Zuhause und die Möglichkeit ein Handwerk zu erlernen.

In der zweiten Kategorie bis 150 Mitarbeitende ging als Preisträger die Baugenossenschaft Familienheim eG mit Sitz in Villingen-Schwenningen hervor. Die Baugenossenschaft kooperiert mit der Stiftung Liebenau, die Menschen mit Behinderung unterstützt. Zusammen haben sie in Villingen-Schwenningen ein modernes Wohnhaus gebaut, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben. Das inklusive Wohnhaus beherbergt 19 Wohnungen, darunter mehrere WGs. Die Bewohner mit Handicap werden hier mit Hilfe der Stiftung an ein eigenständiges Leben herangeführt.

Sieger der dritten Kategorie bis 500 Mitarbeitende war das Bäckerhaus Veit aus Bempflingen. Veit engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt biologischer Vielfalt und hat so mitgeholfen, den Dickkopfweizen vor dem Aussterben zu retten. Um alte Weizensorten zu rekultivieren, kooperiert das Bäckerhaus eng mit dem Freilichtmuseum Beuren. Inzwischen gibt es dort eine Ausstellung über die Rettung des Dickkopfweizens. Zudem unterstützt Veit Asylcafés, Flüchtlingsheime und Tafeln in der Region durch die Belieferung mit Backwaren.

Preis soll Unternehmen in ihrem gesellschaftlichen Engagement stärken und fördern

Zur Bewerbung eingeladen waren alle baden-württembergischen Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten, die Wohlfahrtsverbände, soziale Organisationen, Initiativen, Einrichtungen oder (Sport-)Vereine unterstützen und sich gemeinsam mit ihnen gesellschaftlich engagieren. Die öffentliche Anerkennung dieser CSR-Aktivitäten soll zugleich Motivation dafür sein, in der Dauerhaftigkeit dieses Engagements nicht nachzulassen. Bis zum 31. März 2020 kann man sich wieder um den Mittelstandspreis 2020 bewerben. Infos unter http://www.lea-mittelstandspreis.de/.

Hinweis für die Redaktionen:

Bilder mit den Preisträgern, den Veranstaltern und Vertretern der Schirmherren stehen ab Donnerstag, 4. Juli, 13 Uhr, als Download unter https://www.lea-mittelstandspreis.de/lea-bw/presse-tv/ zur Verfügung.

Gleichlautende Pressemitteilung wird heute auch vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie den Diakonischen Werken Württemberg und Baden verschickt.

Verantwortliche für die Pressearbeit:

Eva-Maria Bolay, Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart, Tel.: 0711/2633-1288, bolay@caritas-dicvrs.de

Christian Könemann, Diakonisches Werk Baden, Tel.: 0721/9349-248, koenemann@diakonie-baden.de

Katja Lumpp, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Tel.: 0711/123-2857, katja.lumpp@wm.bwl.de

Thomas Maier, Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg, Tel.: 0761/8974-108, maier.t@caritas-dicv-fr.de

Claudia Mann, Diakonisches Werk Württemberg, Tel.: 0711/1656-334, mann.c@diakonie-wuerttemberg.de

 

Bilder finden Sie hier.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.