Digitalisierung

Digitale Geschäftsmodelle: 7,2 Millionen Euro für neues Transfer- und Entwicklungszentrum in Stuttgart

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Mit 7,2 Millionen Euro fördert das Wirtschaftsministerium den Aufbau eines neuen Transfer- und Entwicklungszentrums für digitale Geschäftsmodelle in Stuttgart. Das „Business Innovation Engineering Center (BIEC)“ ist ein Leuchtturmprojekt der Digitalisierungsstrategie des Landes („digital@bw“) und wird vom Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart umgesetzt. Es soll digitale Geschäftsmodelle insbesondere im Mittelstand voranbringen.

„Baden-Württemberg wird nur führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben, wenn auch unser Mittelstand in der digitalisierten Zukunft nicht den Anschluss verliert“, begründete Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Förderung am Dienstag (10. April).

Digitalisierung beeinflusst komplette Unternehmensabläufe
Die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft beeinflusse die Unternehmen im Land in der Gesamtheit ihrer Abläufe. Nicht nur die Entwicklung innovativer, digitaler Produkte und Dienstleistungen sowie die Etablierung neuer Geschäftsmodelle seien davon betroffen. Sondern auch die Gestaltung der Wertschöpfungskette, der Prozesse und der Interaktion zwischen Unternehmen, seinen Partnern und seinen Kunden würden dadurch berührt, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut: „Gerade kleine und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, wie diese Entwicklungen erfolgreich zu meistern sind, um auch langfristig mit dem Wettbewerb Schritt halten zu können.“

Mit dem „Business Innovation Engineering Center (BIEC)“ werde ein Transfer- und Entwicklungszentrum aufgebaut, das den Prozess der digitalen Transformation insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen initiiert, fördert und begleitet. Die Unternehmen würden dadurch in die Lage versetzt, neue digitale Geschäftsmodelle, digitale Produkte und Dienstleistungen sowie die dazu notwendigen Wertschöpfungssysteme zu entwickeln.

Unterstützung für Digitalisierung mittelständischer Unternehmen
Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Das Business Innovation Center wird insbesondere unsere kleinen und mittleren Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen. Unser Mittelstand wird damit die Chancen der Digitalisierung noch besser nutzen und seine Innovationskraft weiter festigen können.“

Im Mittelpunkt des Zentrums stehen zum einen „Digitale Geschäftsmodelle“ mit dem Ziel der Generierung innovativer Geschäftsmodelle einschließlich dazu notwendiger digitaler Produkte sowie Dienstleistungen. Schwerpunkt ist zum anderen die „Agile Transformation“ mit dem Ziel, flexible und lernende Organisations- und Führungssysteme für die Wirtschaft 4.0 zu entwickeln. Alle entwickelten Methoden und Werkzeuge werden in der „InnovationLab-Factory“ zusammengeführt und den Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zur Digitalisierungsstrategie:
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Dazu hat sie eine Investitionsoffensive gestartet: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen online unter: www.digital-bw.de

Weitere Meldungen

unsplash / Johannes Plenio
Digital Hub

Digital Hub Region Stuttgart mit 500.000 Euro gefördert

Der neu zusammengeschlossene Digital Hub Region Stuttgart wurde feierlich durch Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Böblingen eröffnet.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Futoromundo

Wirtschaftsministerium treibt interdisziplinäre Innovationen voran

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus präsentiert auf der FUTUROMUNDO CROSS INNOVATION CONFERENCE + FESTIVAL mit CYBERLÄND ein interdisziplinäres und hochkarätiges Programm.

unsplash / kendall ruth
Wirtschaftsgipfel

Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour

Mit der Premiere des neuen Formats „Wirtschaftsgipfel BW-EU on Tour“ bringt das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg seinen etablierten Dialog erstmals nach Stuttgart.

Die am Oberlauf der Donau gelegene Heuneburg
Tourismus

Tourismus Erfolgsfaktor im Land / Infrastrukturprogramm 2027 startet

Ab sofort können Städte und Gemeinden wieder Anträge auf Förderung ihrer geplanten touristischen Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms 2027 (TIP) stellen.

Regional Cup der IHK Rhein-Neckar
Start-up BW

Linq Photonics aus Heidelberg gewinnt den Regional Cup der IHK Rhein-Neckar

Zwei Rentner stehen mit ihren Fahrrädern am Bodensee und schauen auf den See.
Rentenreform

Wirtschaftsministerin fordert zügige Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Um Deutschlands Zukunftsfähigkeit zu sichern, seien jetzt Kompromissfähigkeit und Reformbereitschaft gefragt.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Konjunkturprognose

Zumeldung zur aktuellen Konjunkturprognose des IAW und der Universität Hohenheim

Endlich wieder Wachstum im Land!

Eine Gruppe Menschen steht auf einer Wiese. Im Hintergrund ist ein Baum zu sehen. Vor der Gruppe stehen gelbe und blaue Buchstaben: BW und UK.
Brexit-Referendum

10 Jahre Brexit-Referendum

Wirtschaftsministerin fordert noch ambitioniertere EU-UK-Partnerschaft.

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform ist völlig unzureichend.

Die Ausnahme muss zur Regel werden, fordert Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Heute Shuttle, morgen Lieferfahrzeug
U-Shift

Ein Fahrzeug für (fast) alle Fälle: U-Shift denkt Mobilität neu

Bei der Abschlussveranstaltung des Förderprojekts „U-Shift II“ zeigen die Projektpartner in Karlsruhe, wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann, und sie geben Einblicke in ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich Autonomes Fahren.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Start-up BW

Zwei IW JUNIOR Schülerfirmen aus Baden-Württemberg gewinnen in Köln

Zwei Schülerfirmen aus Baden-Württemberg haben im IW JUNIOR Bundeswettbewerb in Köln am 16. Juni die Bronzemedaille sowie den Sonderpreis für das "Beste Pitch Deck" geholt.

Asien-Pazifik Summit 2026
Summit

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Leitthema: „Wie sichert Baden-Württemberg seine Wettbewerbsfähigkeit im Innovationswettlauf in der Asien-Pazifik-Region?“

Eine Lehrerin hängt ein Bild an einer Tafel auf. Im Hintergrund sind Schüler zu sehen.
Zumeldung

Ungenutztes Arbeitskräftepotenzial von Frauen

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterstützt die Einschätzung von DIW-Chef Marcel Fratzscher, dass in der hohen Teilzeitquote von Frauen ein riesiges ungenutztes Arbeitskräftepotenzial liege. Dies sei auch in Baden-Württemberg der Fall.

Logo von Start up BW
Start-up BW

SquareNeo GmbH aus Karlsruhe gewinnt den Regional Cup Karlsruhe

Bühne frei für Innovation: SquareNeo GmbH aus Karlsruhe ge-winnt den Regional Cup Karlsruhe des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Regulierung

Wirtschaftsministerin: Wir regulieren an den Bürgerinnen und Bürgern vorbei

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat nach Gesprächen mit den CEOs führender Automobilhersteller und Zulieferer aus Baden-Württemberg vor den Folgen der aktuellen europäischen CO₂-Regulierung gewarnt.