Arbeitswelt 4.0

Dritte Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0

„Die Digitalisierung bringt große Chancen mit sich, die wir in Baden-Württemberg aktiv nutzen müssen und wollen: so kann beispielsweise die Digitalisierung der Produktion unseren Standort wettbewerbsfähiger machen und damit Arbeitsplätze sichern“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (4. Oktober) anlässlich der Eröffnung der 3. Konferenz „Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

„Ich bin davon überzeugt, dass Baden-Württemberg – wenn es im Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 die Nase vorn hat – gestärkt aus den Transformationsprozessen hervorgehen kann, so wie das auch in der Vergangenheit der Fall war“, so die Ministerin.

Einen großen Handlungsbedarf sehe sie im Bereich der Flexibilisierung der Arbeitszeit, betonte die Ministerin. Man solle Flexibilität bei der Arbeitszeit nicht nur als Last empfinden, sondern dürfe auch den Gewinn an Individualität bei der Gestaltung des eigenen Arbeitsumfelds nicht aus den Augen verlieren. Hoffmeister-Kraut: „Ein Mehr an Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort verbessert schon heute in vielen Bereichen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.“

Gleichzeitig müsse man den Schutzgedanken für Beschäftigte und Verbraucher ernst nehmen. Die Ministerin warb für einen fairen Interessensausgleich bei dieser Fragestellung und schlug tarifliche Öffnungsklauseln sowie Betriebsvereinbarungen als Instrumente vor, um den Wünschen von Beschäftigten und Arbeitgebern gleichermaßen gerecht zu werden.

Das Wirtschaftsministerium fördert in diesem thematischen Zusammenhang eine Forschungsstudie zur Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 in Baden-Württemberg, die die Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO durchführt. „Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts dokumentieren, dass sich Beschäftigte und Arbeitgeber diesen Zugewinn an Flexibilität wünschen“, so die Ministerin. Bei den Transformationsprozessen, die mit der Digitalisierung und der Industrie 4.0 einhergehen, müsse man zudem ein besonderes Augenmerk für die kleinen und mittelgroßen Betriebe haben. Denn im Gegensatz zu den großen Unternehmen Baden-Württembergs hätten diese es oftmals schwer, sich mit den entscheidenden Fragen der Zukunft zu befassen.

Entscheidend für die Frage, ob Digitalisierung in Baden-Württemberg gelinge, seien aus Sicht der Ministerin die Themenfelder Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation. „Denn nur, wenn wir unsere wertvollste Ressource – unseren Erfindergeist und unser Knowhow – aufrechterhalten können, wird es uns gelingen, im internationalen Vergleich nach wie vor unsere Spitzenstellung in vielen Branchen verteidigen zu können“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die Konferenz wird bereits im dritten Jahr in Folge organisiert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für System- und Innovationsforschung ISI, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim. Auf dem Programm standen neben theoretischen, empirischen und anwendungsorientierten Beiträgen aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auch ein Vortrag zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelten der Zukunft von Dr. Mark Mattingley-Scott (IBM).

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Das Land Baden-Württemberg vergibt die Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ in diesem Jahr gemeinsam mit der oberschwäbischen Stadt Bad Schussenried. Ab Montag, 2. Februar 2026 läuft die Bewerbungsfrist.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt auf höchsten Wert seit 2007

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Bundestag

Wirtschaftsministerin im Deutschen Bundestag

Wirtschaftsministerin kritisiert im Deutschen Bundestag Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen und fordert vorzeitige Anwendung.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, äußert sich zur heutigen Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie im Bundeskabinett.

Delegationsreise Indien
Freihandelsabkommen

Einigung der Europäischen Kommission mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien.

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
F&E Industrie

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin stellt mit der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg vor.

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, als Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Innovationspreis 2025
Ausschreibung

Ausschreibung für den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2026 gestartet!

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus stellt auch in diesem Jahr wieder herausragende Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg in den Mittelpunkt. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Baden-Württemberg Tourismus kann in 2025 hohes Niveau halten

Mit einem positiven Resümee mit Blick auf die vergangenen Tourismusjahre begrüßte Staatssekretär Dr. Patrick Rapp die Gäste des Tourismustags 2026 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Rahmen der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart.