Vereinbarkeit Familie und Beruf

Familienkongress mit Wirtschaftsminister Nils Schmid und Familienministerin Katrin Altpeter zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

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Familienkongress mit Wirtschaftsminister Nils Schmid und Familienministerin Katrin Altpeter zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entwickelt sich insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und Fachkräftemangels zu einem wichtigen Standortfaktor für Baden-Württemberg. Sie ist zugleich jeden Tag eine neue Herausforderung für die Familien im Land. Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid und Familienministerin Katrin Altpeter haben am 30. Juni 2015 zum Familienkongress in das Neue Schloss eingeladen, um mit Experten diese Herausforderungen für Familien und die Wirtschaft zu diskutieren.

„Beruf und Familie über die verschiedenen Bildungsphasen hinweg planbar zu machen, ist nicht nur für die Familien in Baden-Württemberg ein zentrales Thema. Wir brauchen eine gut funktionierende Ganztagesbetreuung, um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels vorn zu halten. Auch die Unternehmen profitieren davon, wenn es verlässliche Ganztagsangebote gibt, in denen Kinder und Jugendlichen in jeder Bildungsphase individuell gefördert werden“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid.

Mit dem „Pakt für Familien“, bei dem die Landesregierung über eine Milliarde Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung und weitere 158 Millionen Euro für den Ausbau der Ganztagsschulen vorsieht, habe sich Baden-Württemberg - laut Bertelsmann-Stiftung - zum „Musterland für gute Kinderbetreuung“ gewandelt, so Schmid.

Familienministerin Katrin Altpeter wies darauf hin, dass immer mehr Menschen ihre berufliche Tätigkeit neben der Kinderbetreuung auch mit der Pflege der Angehörigen vereinbaren müssen. „Betroffen sind vor allem Menschen mittleren Alters, die tagtäglich an zwei Fronten kämpfen. Einerseits brauchen sie gute Betreuungsangebote für ihre Kinder, andererseits brauchen sie gute Pflegeangebote für ihre älter werdenden und zunehmend auf Unterstützung angewiesenen Eltern. Für diese wachsende Personengruppe müssen wir Lösungen finden.“

Ein Meilenstein dafür ist Ministerin Altpeter zufolge das im vergangenen Jahr auf ihre Initiative hin vom Kabinett verabschiedete Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz, kurz WTPG. „Mit dem WTPG schaffen wir  in Baden-Württemberg die Voraussetzungen für den landesweiten Ausbau von wohnortnahen gemeinschaftlichen Wohnformen mit ambulanten Versorgungsstrukturen und flexiblen Angeboten, die allen pflegebedürftigen Menschen individuelle Lösungen bieten. Für die Betroffenen bedeutet das, dass sie so lange wie möglich in einer vertrauten Umgebung und selbstbestimmt leben können. Und die Angehörigen wissen, dass sie sich um ihre Eltern nicht sorgen müssen“, so die Ministerin.

Weiteren Handlungsbedarf sehen Schmid und Altpeter im Ausbau von flexibleren Arbeitszeitmodellen und betrieblichen Kitas. „Nicht nur Eltern, auch die Unternehmen, für die sie arbeiten, sind auf eine verlässliche, garantierte Ganztagsbetreuung angewiesen.  Deshalb sind diese gefordert, flexible Arbeitszeitmodelle weiter voranzubringen und das Angebot an betrieblichen Kindergärten weiter auszubauen. Arbeit und Privatleben müssen sich so gestalten lassen, dass partnerschaftliche Familienarbeit möglich ist“, erklärten die Ministerin und der Minister.

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