Landeswohnraumförderung

Förderung energetischer Sanierungen von Wohngebäuden in Baden-Württemberg wird weiter verbessert

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die Förderung energetischer Sanierungen von Wohngebäuden in Baden-Württemberg wird weiter verbessert. „Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir gerade auch am Gebäudebestand ansetzen“, sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am 23. Juli 2015. „Darin liegt erhebliches Potenzial. Um es auszuschöpfen, schaffen wir stärkere Anreize. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger für effektive freiwillige Maßnahmen gewinnen.“

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) setzt zum 1. August 2015 bei ihren Angeboten zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden mit der Einführung von Tilgungszuschüssen in Höhe von 7,5 Prozent bei Einzelmaßnahmen und der Erhöhung auf bis zu 27,5 Prozent bei Sanierung auf Effizienzhausniveau verbesserte Konditionen um. Diese werden im Rahmen des Landeswohnraumförderungsprogramms für Baden-Württemberg zeitgleich übernommen. „Bei uns im Land stoßen die Sanierungsprogramme auf große Resonanz. Wir haben sie deshalb seit mehreren Jahren in unser Landeswohnraumförderungsprogramm integriert“, so der Minister. „Gepaart mit den Leistungen der KfW kann die Landesförderung damit noch stärker wirken.“

Denn das Land setze auf die Konditionen der KfW noch weitere Verbesserungen auf: So werden die bereits zinsvergünstigen KfW-Kredite, die Sanierungsmaßnahmen ermöglichen sollen, durch das Land weiter verbilligt und durch die L-Bank als Darlehen mit einem Zinssatz von 0,0 Prozent ausgereicht. Diese Nullprozentfinanzierung gilt im Rahmen der Landeswohnraumförderung einheitlich für Sanierungsmaßnamen im Mietwohnungsbestand, für Wohnungseigentümergemeinschaften sowie beim Erwerb bestehenden Wohneigentums zur eigenen Nutzung.

Minister Schmid rechnet damit, dass die Nachfrage nach der Förderung für energetische Sanierungen durch die Verbesserungen weiter angekurbelt wird. Das gilt besonders für die Einführung des Tilgungszuschusses bei der Finanzierung einzelner Sanierungsmaßnahmen, der für Wohnungsunternehmen, aber gerade auch für Wohnungseigentümergemeinschaften überaus interessant sein dürfte. Im Landeswohnraumförderungsprogramm 2015/2016 ist die Modernisierungsförderung für Wohnungseigentümergemeinschaften eines der schon heute besonders nachgefragten Angebote.

Schmid begrüßte auch die Entscheidung der KfW, den förderfähigen Gebäudebestand auszweiten: Künftig wird nicht mehr auf einen Bauantrag vor dem 1. Januar 1995 abgestellt, vielmehr wird der 1. Februar 2002 entscheidend sein. „Das ist klug und sinnvoll“, betonte er, „denn die Erfahrung zeigt, dass Sanierungsmaßnahmen auch an etwas neueren Gebäuden sinnvoll sein können.“

Dr. Axel Nawrath, der Vorsitzende des Vorstands der L-Bank,, betont, dass ein Tilgungszuschuss das Rückzahlungsvolumen des Kreditnehmers reduziert und so dessen finanzielle Belastung verkleinert. „Hausbesitzer sparen neben Energiekosten zusätzlich auch bares Geld. Mehrausgaben für die energetische Sanierung können so kompensiert werden. Gleichzeitig wird der Förderhöchstbetrag für die Sanierung auf Effizienzhausniveau auf 100.000 Euro je Wohneinheit angehoben, was den insgesamt gestiegenen Baukosten Rechnung trägt.“ Bei einer Sanierung zum Effizienzhaus und bei Durchführung energetischer Einzelmaßnahmen im Rahmen eines Sanierungsfahrplans wird die Darlehensförderung zudem noch ergänzt um einen Einmalzuschuss seitens des Landes in Höhe von 3 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten - bei Sanierungen zum Effizienzhaus maximal jedoch 3.000 Euro und bei Einzelmaßnahmen maximal 1.500 Euro je Wohneinheit.

Weitere Meldungen

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop / ©Kobu Agency / Unsplash
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Eine Gruppe Frauen schaut lachend in die Kamera.
Karriere

Frau und Beruf: Karriere-Hacks für Young Professionals

Die Digitale Plattform Frau und Beruf Baden-Württemberg startet eine neue Rubrik für junge Frauen, die ihrer Karriere ein Upgrade verpassen wollen und im Ratgeber-Dschungel den roten Faden für ihre beruflichen Möglichkeiten suchen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht