Batteriezellenfertigung

Forschungsfertigung Batteriezelle kommt nach Münster

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mikrochip / ©Rutkovski.by

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat offiziell seine Entscheidung für Münster als Standort für die geplante Forschungsfertigung Batteriezelle bekanntgegeben. Die Standortsuche wurde im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs getroffen, an dem sich insgesamt acht Forschungseinrichtungen beteiligt hatten.

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich über die Entscheidung enttäuscht. „Wir haben ein hervorragendes und überzeugendes Konzept vorgelegt. Wir waren fest davon überzeugt, dass im bundesweiten Wettbewerb kein Weg an uns vorbeiführt und haben uns die besten Chancen für die Standortentscheidung ausgerechnet“, sagte Hoffmeister-Kraut.

„Unsere Voraussetzungen für die Ansiedlung der Forschungsfertigung sind optimal. Neben unserer herausragenden Forschungslandschaft verfügen wir über eine einzigartige Unternehmensstruktur und Ulm ist als bundesweiter ,Batterie-Hotspot‘ geradezu prädestiniert.“ Das Land habe bereits seit Jahren konsequent in die Batterietechnologie investiert. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir über 100 Millionen Euro an Landesmitteln zusätzlich zur Grundfinanzierung der Forschungseinrichtungen und Hochschulen gefördert. Ende April hat der Ministerrat beschlossen, weitere bis zu 185 Millionen Euro Landesmittel für die Forschungsfertigung zur Verfügung zu stellen. Diese gewaltigen Summen untermauern eindrucksvoll, welche große Relevanz wir dem Thema beimessen“, so die Ministerin.

Die Entscheidung für Münster komme für Hoffmeister-Kraut durchaus überraschend. Zu den von Bundesministerin Anja Karliczek angeführten ausschlaggebenden Gründe für die Entscheidung sagte Hoffmeister-Kraut: „Wir sind nach wie vor der Meinung, dass wir eine hervorragende Bewerbung vorgelegt haben. Dieser Bewerbung liegt ein schlüssiges gesamtwirtschaftliches Konzept zugrunde, das selbstverständlich auch die wichtigen Aspekte der Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in sehr hohem Maße berücksichtigt. Das Konzept fügt sich in unsere ganzheitliche Landesstrategie Ressourceneffizienz ein. Uns liegen bereits eine Vielzahl detaillierter Unterstützungsschreiben und verbindliche Vorbestellungen für Nachnutzung und Erprobung der Muster im Wert von über 50 Millionen Euro vor. Dass diese gewichtigen Punkte aber offenbar bei der Entscheidung keine Rolle gespielt haben, ist für mich schwer nachvollziehbar.“

Im Hinblick auf den ausgewählten Standort sagte die Ministerin eine enge Kooperationsbereitschaft zu. „Baden-Württemberg verfügt über wichtige Alleinstellungsmerkmale, die für den erfolgreichen Aufbau unverzichtbar sind. Die industrielle Erfahrung im Bereich des Maschinen- und Anlagenbaus sowie in der Batteriezellfertigung sind einzigartig. Aus industriepolitischer Sicht ist es unverzichtbar, beim Thema Batteriezellfertigung am Ball zu bleiben“, so Hoffmeister-Kraut. Auch auf Abnehmerseite bestehe ein großes Interesse des Landes, eine heimische Batteriezellfertigung anzusiedeln.

„Um international nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir unsere Kräfte deutschlandweit bündeln“, appellierte die Ministerin. „Eine enge Zusammenarbeit in der Batterieforschung muss weiterhin gewährleistet sein.“ Die Landesregierung habe in den vergangenen Wochen großen Zuspruch von allen Seiten erhalten und fühle sich dadurch insgesamt gestärkt, das Thema Batterieforschung und Batteriezellfertigung auch in Zukunft vorantreiben zu wollen. „Die Batterietechnologie ist eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft und entscheidend für die Sicherung von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen im Land“, so die Ministerin abschließend.

Für Baden-Württemberg hatte ein Konsortium aus zwölf Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit Unterstützung des Landes eine gemeinsame Standortbewerbung für den Standort Ulm eingereicht.

 

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Das Land Baden-Württemberg vergibt die Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ in diesem Jahr gemeinsam mit der oberschwäbischen Stadt Bad Schussenried. Ab Montag, 2. Februar 2026 läuft die Bewerbungsfrist.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt auf höchsten Wert seit 2007

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Bundestag

Wirtschaftsministerin im Deutschen Bundestag

Wirtschaftsministerin kritisiert im Deutschen Bundestag Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen und fordert vorzeitige Anwendung.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, äußert sich zur heutigen Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie im Bundeskabinett.

Delegationsreise Indien
Freihandelsabkommen

Einigung der Europäischen Kommission mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien.

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
F&E Industrie

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin stellt mit der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg vor.

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, als Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Innovationspreis 2025
Ausschreibung

Ausschreibung für den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2026 gestartet!

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus stellt auch in diesem Jahr wieder herausragende Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg in den Mittelpunkt. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Baden-Württemberg Tourismus kann in 2025 hohes Niveau halten

Mit einem positiven Resümee mit Blick auf die vergangenen Tourismusjahre begrüßte Staatssekretär Dr. Patrick Rapp die Gäste des Tourismustags 2026 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Rahmen der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart.