Wettbewerb Elevator Pitch BW

Landesfinale 2016/2017: „memetis“ aus Karlsruhe gewinnt vierte Wettbewerbsrunde

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Baden-Württemberg ist ein attraktiver Standort für Start-ups und traditionell ein Land der Tüftler, Denker und Existenzgründungen. Die Rahmenbedingungen für innovative Gründungen sind hervorragend und beim Elevator Pitch zeigt sich, wie jung, vielseitig und lebendig die baden-württembergische Gründerszene ist“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Preisverleihung des Landesfinales der vierten Wettbewerbsrunde des Elevator Pitch BW am 1. Juni in der Rotunde der L-Bank in Stuttgart.

Für eine wettbewerbsfähige Südwestwirtschaft seien nachhaltige Gründungen sehr wichtig. Durch den Elevator Pitch erhielten Start-ups deshalb die Gelegenheit, sich und ihre Geschäftsidee potentiellen Geldgebern, regionalen Institutionen, möglichen Geschäftspartnern und Kunden zu präsentieren und sich untereinander zu vernetzen. Der Elevator Pitch gebe einen Impuls, junge Unternehmen möglichst erfolgreich und dauerhaft am Markt zu etablieren und neue Arbeitsplätze im Land zu schaffen, so die Ministerin.

Eine Fahrstuhlfahrt Zeit für junge Geschäftsideen: In nur drei Minuten mussten Jungunternehmen, Gründerinnen und Gründer im Landesfinale des Elevator Pitch in Stuttgart die Fachjury und rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörer von ihrer Geschäftsidee überzeugen.

Das sind die Preisträger der vierten Wettbewerbsrunde:

Den ersten Preis mit 3.000 Euro hat die Geschäftsidee „memetis“ aus Karlsruhe gewonnen. Das Team von memetis entwickelt, fertigt und vertreibt folienbasierte Miniatur-Aktoren aus einer Formgedächtnislegierung. Dabei handelt es sich um Kleinstkomponenten, die eine Bewegung ausführen und hierfür nur wenig Platz benötigen. Die von memetis entwickelten Komponenten können in den Bereichen Automotive, Prüfgerätebau, der Luft- und Raumfahrttechnik, Medizintechnik und Bioanalytik zum Einsatz kommen.

Der zweite Platz (2.000 Euro) ging an die Geschäftsidee „Idana (Tomes GmbH)“ aus Freiburg. Das Team von Idana digitalisiert die Erfassung von Patientendaten und möchte damit den gesamten Anamneseprozess effizienter gestalten. Mit Idana können Patienten vor ihrem Arztbesuch einen evidenzbasierten Fragebogen über ihre derzeitigen Beschwerden sowie relevante Hintergrundinformationen beantworten. Der Arzt kann auf die aufbereiteten Anamnesedaten digital zugreifen. Seit September 2016 entwickelt das durch ein EXIST-Gründerstipendium geförderte Team an einer entsprechenden Softwarelösung und plant den Launch des ersten Release für Herbst 2017.
 
Gewinner des dritten Platzes (1.000 Euro) ist die Geschäftsidee „Superwear GmbH“ aus Mannheim. Das Gründerteam unterstützt innovationsfreudige Gamer und Vielspieler bei der Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit in digitalen Welten. Mit Hilfe der zum Patent angemeldeten Lösung werden einfache Bewegungen des Spielers in präzise Aktionen im Spiel umgesetzt. Die neuartige, parallele Verwendung kann zusätzlich zu Maus und Tastatur benutzt werden und steigert signifikant die Leistungsfähigkeit im Spiel. Neben dem Einsatz im Gamingbereich sieht das Team Potential für den Einsatz in der Industrie und Maschinensteuerung.

Die vierte Wettbewerbsrunde des landesweiten Gründerwettbewerbs wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gemeinsam mit der L-Bank durchgeführt. Die L-Bank hat die Preisgelder für alle Sieger der fünfzehn Vorentscheide und der erfolgreichen Teams im Landesfinale gesponsert.

Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstandes der L-Bank: „Der Elevator Pitch rückt in allen Regionen Baden-Württembergs Gründung ins Schaufester der Öffentlichkeit. Gründung und Unternehmertum wird dank der vielen tollen Start-up-Beispiele zum Stadtgespräch – ein wichtiger Faktor zur Weiterentwicklung unserer starken Unternehmerkultur im Südwesten. Zugleich liefert der Elevator Pitch den jungen Start-ups wertvolle Hilfe über das Preisgeld hinaus: Für viele Projekte ist er ein erster Markttest – beim Online-Voting und auf der Bühne. Das ist realitätsnahes Wettbewerbstraining vor dem Wettbewerb um Kunden am echten Markt.“


Folgende Gewinner der Vorentscheide hatten die Gelegenheit die Jury von ihrer Idee zu begeistern:

  1. Regional Cup Freiburg: Idana (Tomes GmbH)
  2. Regional Cup Bodensee: waylet
  3. Regional Cup Ulm: Fund your Farmer
  4. DEHOGA Cup: EssensWelten - Street Food von & mit Geflüchteten
  5. Regional Cup Neckar-Alb: Fridi's unverpackt
  6. Regional Cup Schwarzwald-Baar-Heuberg: oe-klo
  7. Regional Cup Ostwürttemberg: mybimaxx GmbH
  8. Regional Cup Rhein-Neckar: PulseShift
  9. Regional Cup Pforzheim / Nordschwarzwald: Blackpads
  10. Regional Cup Böblingen: BAUPILOT GmbH
  11. Regional Cup Karlsruhe: memetis
  12. Regional Cup Bodensee-Oberschwaben: Innovativer Treppenlift
  13. Regional Cup Stuttgart: TechTinyHouse
  14. Regional Cup Heilbronn-Franken: Superwear GmbH
  15. SOCIAL IMPACT Cup: wasni


Die Teams wurden von der Jury anhand der Kriterien Geschäftsmodell (Qualität des Geschäftsmodells und Reifegrad des Konzepts, Kundennutzen und Marktchancen, Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells) und Präsentation (Inhalt und Struktur des Vortrags, Rhetorik und Bühnenpräsenz, Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit) bewertet.
 
Folgende Juroren haben die Pitches bewertet:

  • Dr. Roland Raff, L-Bank
  • Sascha Fritz, MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH
  • Christina Nahr-Ettl, BWIHK- Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag e.V.
  • Sophie Lang, LAFAM Holding GmbH
  • Dr. Thiemo Huuk, GoSilico GmbH
  • Michael Steffens, Repphun Rolladen
  • Max Kessler, eMovements GmbH
  • Stephan Dabels, AmbiGate GmbH

Weitere Meldungen

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop / ©Kobu Agency / Unsplash
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW Local

Landeswettbewerb Start-up BW Local – jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Baden-Württembergische Kommunen haben jetzt wieder die Möglichkeit, gründungsfreundliche Strukturen aufzubauen und damit am Landeswettbewerb „Start-up BW Local – gründungsfreundliche Kommune“ teilzunehmen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Zumeldung

Zumeldung zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA)

Hoffmeister-Kraut äußert sich zum Jahresbericht 2025 des Deutschen Patent- und Markenamts - Baden-Württemberg weiter an der Spitze!

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes

Forderung Baden-Württembergs zur Änderung des Wissenschaftsfreiheitsgesetzes stärkt die Forschungsinstitute der Länder.

Mikrochip / ©Rutkovski.by
Förderung

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI

Land stärkt Chip-Ökosystem und zukunftsweisende Halbleiter-Chipentwicklung zur KI mit fünf Millionen Euro.

©Martina Berg, stock.adobe.com
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen – Klares Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg.

Europaflagge / ©Harald Richter
Industrial Accelerator Act

EU veröffentlicht Industrial Accelerator Act

Hoffmeister-Kraut: Vorschlag weist in falsche Richtung

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Dienstleistungswirtschaft

Impulse für die Zukunft der Dienstleistungswirtschaft im Land

Die Dienstleistungswirtschaft ist ein wichtiger Pfeiler der baden-württembergischen Wirtschaft. Sie sichert Wertschöpfung und Beschäftigung, treibt Innovationen voran und gewinnt im Zuge des industriellen Strukturwandels weiter an Bedeutung.

Bescheidübergabe am 4. März 2026
Förderung

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Land stärkt Innovationsstandort Baden-Württemberg mit rund 2,4 Millionen Euro

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Übergabe der Verdienstmedaille an Herrn Kurt Lacher
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.