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Lenkungskreis des Transformationsrats Automobilwirtschaft Baden-Württemberg will neutrale Anlauf- und Lotsenstelle für KMU schaffen

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Der Lenkungskreis des landesweiten Transformationsrats Automobilwirtschaft tagte unter Leitung von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie den Co-Vorsitzenden Wilfried Porth (Daimler AG) und Detlev von Platen (Porsche AG) im Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Schwerpunkt der Sitzung waren Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Transformationsprozess. In den vergangenen Monaten wurden in Arbeitsgruppen und Workshops Handlungsschwerpunkte konkretisiert und Umsetzungskonzepte erarbeitet. „Es freut mich sehr, dass die Aktivitäten und Maßnahmen im Transformationsrat Fahrt aufnehmen. Diesen Drive müssen wir nutzen, um den Transformationsprozess unserer Automobilwirtschaft und des Mobilitätsstandorts Baden-Württemberg weiter voran zu bringen. Wir können den tiefgreifenden Strukturwandel nur gemeinsam und im engen Dialog bewältigen“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Speziell für die vielen KMU der Branche gebe es großen Bedarf an einer neutralen Begleitung und Beratung vor dem Hintergrund neuer Technologien und Geschäftsmodellen, so das einhellige Fazit der Arbeitsgruppen. Die Einrichtung einer neutralen Anlauf- und Lotsenstelle für KMU im Land hält der Transformationsrat für absolut notwendig und sinnvoll. Ein erstes Konzept hierzu wurde in der Lenkungskreissitzung präsentiert und diskutiert.

„Im Transformationsrat müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass insbesondere auch die KMU die richtigen Anregungen und Orientierung erhalten“, betonte die Ministerin. „Systemkompetenz und ganzheitliches Denken sind besondere Stärken Baden-Württembergs. Diese gilt es, auch in den neuen Technologien und Geschäftsmodellen zu bewahren. Dabei geht es am Ende um nicht weniger als um die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und unseren Wohlstand von morgen.“

„Wir können das komplexe Feld zukünftiger Mobilität nur dann erfolgreich gestalten, wenn wir unser Wissen zusammenbringen“, sagt Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG. „Deshalb haben wir als Porsche die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen vorgeschlagen, bei der sie künftig alle notwendigen Informationen und Kontakte finden, um den Wandel unserer Industrie erfolgreich zu begleiten.“

Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG: „Um den Wandel hin zur Elektromobilität erfolgreich zu gestalten, muss die Automobilindustrie in den nächsten Jahren hohe Investition in Forschung, Entwicklung, Produktionstechnik und die Qualifizierung der Mitarbeiter tragen. Flankierend benötigen wir Rahmenbedingungen, die Wirtschaft, Investitionen und Innovationen fördern. Denn die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand in Baden-Württemberg ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Wirtschaft. Deshalb sind der offene Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit im Transformationsrat von großer Bedeutung.“

„Die Branche erlebt turbulente Zeiten. Bedingt durch die Elektrifizierung und Digitalisierung der Mobilität ist es in der Lieferkette insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen schwierig, den Überblick bei aktuellen Trends zu behalten und Schlagzeilen von handfesten Entwicklungen zu unterscheiden. Fragen im Zusammenhang mit dem Verlauf und der Geschwindigkeit des technologischen Wandels, welche Technologie eine andere in welcher Reihenfolge ablösen kann und welche Prioritäten gesetzt werden sollten, sind nur mit großem personellen Aufwand gut einzuschätzen“, erklärte die Wirtschaftsministerin im Anschluss an die Sitzung. Hier solle die neue Anlaufstelle künftig unterstützen.

Hintergrundinformationen:

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft (SDA) der Landesregierung erfolgt auf Arbeitsebene in sieben strategischen Themenfeldern. Themenfelder 1 und 2 sind zugleich die Handlungsfelder des Transformationsrates Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unter der Leitung der Wirtschaftsministerin. Themenfeld 1 beinhaltet die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer. Themenfeld 2 umfasst den Vertrieb und Aftersales.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

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