Transformationsrat

Lenkungskreis des Transformationsrats Automobilwirtschaft Baden-Württemberg will neutrale Anlauf- und Lotsenstelle für KMU schaffen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Auto / ©vege - stock.adobe.com

Der Lenkungskreis des landesweiten Transformationsrats Automobilwirtschaft tagte unter Leitung von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie den Co-Vorsitzenden Wilfried Porth (Daimler AG) und Detlev von Platen (Porsche AG) im Mercedes-Benz-Museum Stuttgart. Schwerpunkt der Sitzung waren Unterstützungsmöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Transformationsprozess. In den vergangenen Monaten wurden in Arbeitsgruppen und Workshops Handlungsschwerpunkte konkretisiert und Umsetzungskonzepte erarbeitet. „Es freut mich sehr, dass die Aktivitäten und Maßnahmen im Transformationsrat Fahrt aufnehmen. Diesen Drive müssen wir nutzen, um den Transformationsprozess unserer Automobilwirtschaft und des Mobilitätsstandorts Baden-Württemberg weiter voran zu bringen. Wir können den tiefgreifenden Strukturwandel nur gemeinsam und im engen Dialog bewältigen“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Speziell für die vielen KMU der Branche gebe es großen Bedarf an einer neutralen Begleitung und Beratung vor dem Hintergrund neuer Technologien und Geschäftsmodellen, so das einhellige Fazit der Arbeitsgruppen. Die Einrichtung einer neutralen Anlauf- und Lotsenstelle für KMU im Land hält der Transformationsrat für absolut notwendig und sinnvoll. Ein erstes Konzept hierzu wurde in der Lenkungskreissitzung präsentiert und diskutiert.

„Im Transformationsrat müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass insbesondere auch die KMU die richtigen Anregungen und Orientierung erhalten“, betonte die Ministerin. „Systemkompetenz und ganzheitliches Denken sind besondere Stärken Baden-Württembergs. Diese gilt es, auch in den neuen Technologien und Geschäftsmodellen zu bewahren. Dabei geht es am Ende um nicht weniger als um die Wertschöpfung, die Arbeitsplätze und unseren Wohlstand von morgen.“

„Wir können das komplexe Feld zukünftiger Mobilität nur dann erfolgreich gestalten, wenn wir unser Wissen zusammenbringen“, sagt Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG. „Deshalb haben wir als Porsche die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen vorgeschlagen, bei der sie künftig alle notwendigen Informationen und Kontakte finden, um den Wandel unserer Industrie erfolgreich zu begleiten.“

Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG: „Um den Wandel hin zur Elektromobilität erfolgreich zu gestalten, muss die Automobilindustrie in den nächsten Jahren hohe Investition in Forschung, Entwicklung, Produktionstechnik und die Qualifizierung der Mitarbeiter tragen. Flankierend benötigen wir Rahmenbedingungen, die Wirtschaft, Investitionen und Innovationen fördern. Denn die Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand in Baden-Württemberg ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Wirtschaft. Deshalb sind der offene Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit im Transformationsrat von großer Bedeutung.“

„Die Branche erlebt turbulente Zeiten. Bedingt durch die Elektrifizierung und Digitalisierung der Mobilität ist es in der Lieferkette insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen schwierig, den Überblick bei aktuellen Trends zu behalten und Schlagzeilen von handfesten Entwicklungen zu unterscheiden. Fragen im Zusammenhang mit dem Verlauf und der Geschwindigkeit des technologischen Wandels, welche Technologie eine andere in welcher Reihenfolge ablösen kann und welche Prioritäten gesetzt werden sollten, sind nur mit großem personellen Aufwand gut einzuschätzen“, erklärte die Wirtschaftsministerin im Anschluss an die Sitzung. Hier solle die neue Anlaufstelle künftig unterstützen.

Hintergrundinformationen:

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft (SDA) der Landesregierung erfolgt auf Arbeitsebene in sieben strategischen Themenfeldern. Themenfelder 1 und 2 sind zugleich die Handlungsfelder des Transformationsrates Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unter der Leitung der Wirtschaftsministerin. Themenfeld 1 beinhaltet die Bereiche Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer. Themenfeld 2 umfasst den Vertrieb und Aftersales.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut reist mit HANDWERK BW und baden-württembergischen Handwerksunternehmen nach Rumänien.

Quelle: unsplash / dylan-gillis
Berufliche Ausbildung

„Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ wird weiter ausgebaut

Das Ministerium für Wirtschaft Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg baut das Förderprogramm „Erfolgreich ausgebildet – Ausbildungsqualität sichern“ weiter aus.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Zumeldung

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe – Klares Bekenntnis zum Standort in Baden-Württemberg.

Start-up WOW Challenge 2026
Start-up BW

BLACKPIN.IOT GmbH agewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026"

Bühne frei für Innovation: BLACKPIN.IOT GmbH aus Aalen/Hüttlingen gewinnt den Regional Cup „Start-up WOW Challenge 2026“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2026/27“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale

Ministerin Hoffmeister-Kraut in der Mitte mit einem symbolischen Förderscheck
Förderung

Land fördert Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS mit zehn Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg fördert mit rund zehn Millionen Euro das Embodied AI Center als Teil des künftigen IPAI CAMPUS.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026

Gründerwasen 2026: Baden-Württembergs Start-up-Ökosystem in einem Festzelt vereint.

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Förderung

Land fördert Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus finanziert die Initialphase des Vor-habens „Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr – IZEDD“ mit rund 300.000 Euro.

Wirtschaftsgipfel Afrika
Wirtschaftsgipfel Afrika

5. Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart

Im Mittelpunkt des 5. Wirtschaftsgipfel Afrika stehen die vielfältigen wirtschaftlichen Chancen für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und den Ländern Afrikas.

Auftaktveranstaltung Frauenwirtschaftstage 2026
Frauenwirtschaftstage

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet – Ökonomische Gleichstellung als Wirtschaftspotenzial steht im Mittelpunkt.

Verleihung der Wirtschaftsmedaille
Wirtschaftsmedaille

Wirtschaftsmedaille des Landes für BeneVit-Gründer Kaspar Pfister

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Gründer und Inhaber der BeneVit Gruppe, Kaspar Pfister, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Bei der Paneldiskussion „Wie viel Industriepolitik braucht Europa?“ in der Landesvertretung Baden-Württemberg hat sich die Wirtschaftsministerin dazu mit Anna Cavazzini, Estelle Göger, Freya Lemcke und Daniele Pontarollo
Industrial Accelerator Act (IAA)

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein

Hoffmeister-Kraut fordert in Brüssel bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ein.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Pharmastandort

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen

Hoffmeister-Kraut: GKV-Reform darf Pharmastandort nicht schwächen.

Logo von Start up BW
Start-up BW

Start-up BW Family Day: Land bringt Start-up Ökosystem zusammen

Rund 250 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren diskutierten beim ersten Start-up BW Family Day über Finanzierung, Venture Clienting und die Zukunft des Start-up-Ökosystems in Baden-Württemberg.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Förderung

Kümmerer-Programm wird bis 2028 fortgeführt

Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus verlängert das Förderprogramm „Integration durch Ausbildung – Perspektiven für Zugewanderte“ („Kümmerer-Programm“) für 2027 und 2028.

Ein Mann mit einer Schutzbrille zeigt auf eine Maschine. Neben ihm ein junger Mann ebenfalls mit einer Schutzbrille der darauf schaut.
Praktikumswochen

Berufe praxisnah erleben: Praktikumswochen starten am 12. Oktober

Vom 12. Oktober bis zum 6. November 2026 finden wieder die Praktikumswochen Baden-Württemberg statt.