Wohnen

Nachfrage nach Landeswohnraumförderung im Jahr 2014 gestiegen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid und Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, stellen gemeinsam die Ergebnisse der Wohnraumförderung des Jahres 2014 vor

Kredite und Zuschüsse in Höhe von 415,7 Millionen Euro sind im Jahr 2014 durch die L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, ausgegeben worden. Damit wurden durch die Landeswohnraumförderungsprogramme der Neubau und die Modernisierung von insgesamt 6343 Wohneinheiten unterstützt.

"Die Nachfrage nach der Förderung ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen", sagte Wirtschafts- und Finanzminister Nils Schmid am 22. Januar 2015 in Stuttgart. "Davon profitieren Mieterinnen und Mieter ebenso wie Familien mit Kindern im Eigenheim. Die Programme verhelfen ihnen zu einem gesicherten Zuhause."

Im Laufe des Jahres 2014 wurde der Bau und Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum (1288 Einheiten) mit Krediten und Zuschüssen in Höhe von 264,7 Millionen Euro gefördert. Damit blieb das Fördervolumen im Bereich der Eigentumsförderung im Vergleich zum Jahr 2013 nahezu stabil. Deutlich zugenommen hat das Interesse an der Förderung für den Neubau und die Modernisierung von Mietwohnungen. 132,6 Millionen Euro wurden 2014 bei der L-Bank beantragt, mehr als 650 Wohnungen sollen damit errichtet und über 1400 Wohnungen modernisiert werden. Bei der Finanzierung von Wohnungseigentümergemeinschaften wurden 2014 mit einem Kreditvolumen von 18,4 Millionen Euro 2988 Wohneinheiten gefördert.

"Wir sorgen für mehr bezahlbaren Wohnraum, wir sichern den Bestand an Wohnungen und wir setzen alles daran, Mieten bezahlbar zu halten", sagte der Minister. "Die Förderprogramme sind dabei immens wichtig." Er wies darauf hin, dass die Mittel für die Wohnraumförderung für die Jahre 2015 und 2016 noch einmal erhöht wurden. Sie betragen nun jeweils 75 Millionen Euro; 2013 und 2014 waren es 63 Millionen Euro, in der vorangegangenen Legislaturperiode lag das Volumen noch bei 48 Millionen. Zudem seien die Förderbestimmungen weiter optimiert worden. „Wohnungsmangel können Bund, Land, Kommunen und die Wohnungswirtschaft nur gemeinsam beseitigen“, so Schmid. „Seit 2011 wurden im Land wie zuletzt auch auf Bundesebene wichtige Impulse gesetzt.“

Dr. Axel Nawrath, der Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, unterstrich die tragende Rolle der Förderung für die Wohnraumfinanzierung in Baden-Württemberg: „Die Landeswohnraumförderung ist ein Kernstück unseres Finanzierungsangebots. Zusammen mit unseren L-Bank-eigenen Programmen schaffen wir damit für private Bauherren und Wohnungsbauunternehmen in Baden-Württemberg ein breites Angebot. Schwerpunkte setzen wir beim bezahlbaren Wohnraum und der Energieeffizienz der Gebäude. Die Nachfrage ist nach wie vor groß: Letztes Jahr haben wir über unsere gesamte Programmpalette mehr als 25.000 Kredite vergeben und rund 2 Milliarden Euro ausgereicht.“

Weitere Informationen:
Zum wohnungspolitischen Schwerpunkt der Landesregierung gehören neben der Förderung von Wohnraum auch zwei wohnungspolitische Maßnahmenpakete.

Das erste Maßnahmenpaket wurde im Jahr 2013 umgesetzt. Es erweiterte die Möglichkeiten für Städte und Gemeinden, ihre Wohnungsmärkte sozialer zu gestalten. Zum einen sind Städte und Gemeinden mit Wohnungsmangel seither ermächtigt, ein Zweckentfremdungsverbot zu erlassen. Damit können Wohnungen nur mit Genehmigung der Gemeinde in andere Zwecke als Wohnen überführt werden. Zum anderen wurde eine Umwandlungsverordnung erlassen. Sie schafft den rechtlichen Rahmen, damit Gemeinden bei Umwandlungsspekulationen der Verdrängung von Mietern entgegenwirken können.

Das zweite wohnungspolitische Maßnahmenpaket wird derzeit vorbereitet. Es wird die Mietpreisbremse bei Wiedervermietungen und die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen im Bestand umfassen

Landeswohnraumförderung

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Blick auf Zell am See
Tourismus

Tourismusinfrastrukturprogramm 2026

38 Kommunen werden mit einer Gesamtfördersumme von rund 14,9 Millionen Euro bei der Umsetzung ihrer touristischen Infrastrukturmaßnahmen unterstützt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) übergibt Albrecht Kruse (links) das Bundesverdienstkreuz.
Bundesverdienstkreuz

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstkreuz an Albrecht Kruse

Albrecht Kruse wurde für seine großen Verdienste um die Wirtschaft sowie für sein hohes ehrenamtliches Engagement in Wirtschaft und Kultur mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Messebesuch

Wirtschaftsstaatssekretär Rapp besucht Enforce Tac

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp besucht heute (23. Februar) die Fachmesse Enforce Tac in Nürnberg und informiert sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen und Innovationen im Bereich Sicherheits- und Verteidigungstechnologien.

Eine Roboterhand tippt auf einem Monitor aus Glas
Künstliche Intelligenz

Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Innovationskraft statt Formularflut: Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Allianz Industrie 4.0

Fortsetzung der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bis Ende 2029

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus setzt die Förderung der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg mit rund 3,85 Millionen Euro fort.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Zumeldung zur Tourismusbilanz im Jahr 2025

Der Tourismus in Baden-Württemberg bleibt auf hohem Niveau stabil. Das zeigt die am 18. Februar durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentliche Meldung zur Tourismusstatistik für das Kalenderjahr 2025.

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Bühne frei für Innovation: Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket für das Landesfinale.

Unterzeichnung Letters of Intent
Absichtserklärung

Absichtserklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet

Wirtschaftsministerium und die ukrainische Region Lwiw unterzeichnen Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

Förderung

25 Millionen für Digitales Innovationszentrum am Universitätsklinikum Freiburg

Die Landesregierung fördert auf Vorschlag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den Aufbau einer diagnostischen und therapeutischen Forschungs- und Entwicklungseinheit im Digitalen Innovationszentrum (DIGIZ) am Uniklinikum Freiburg.

Virtueller Datenfluss im Web
Förderung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Das Land fördert die Entwicklung von Demonstratoren in der Quantensensorik und -kommunikation. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Krebsdiagnostik über die Navigation ohne Satellitensignale bis hin zur Materialprüfung auf dem Bau.