Digitalisierung

Positive Bilanz der Digitalisierungsprämie

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Anlässlich des einjährigen Jahrestags der Digitalisierungsprämie am 9. Juli hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut heute (7. Juli 2019) in Stuttgart eine positive Zwischenbilanz gezogen. In den vergangenen 12 Monaten hätten in Baden-Württemberg über 2.300 kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) aus allen Branchen Förderanträge gestellt. Davon wurden bereits über 2.200 Förderungen bewilligt. „Die große Nachfrage zeigt, dass wir mit der Digitalisierungsprämie den Bedarf der Unternehmen im Land getroffen haben. Ich werte das als gutes Signal für die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft im Land. Mit den Anträgen der letzten zwölf Monate stoßen die Unternehmen Investitionen von über 70 Millionen Euro an“, so Hoffmeister-Kraut.

Knapp ein Drittel der geförderten Unternehmen habe die vorgesehenen Digitalisierungsmaßnahmen bereits vollständig durchgeführt. „Die Digitalisierungsprämie ist für unsere kleinen und mittleren Unternehmen eine echte Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen Digitalisierung. Besonders freut es mich, dass die Unternehmen so rasch in die Umsetzung gehen. Damit können die bereitgestellten finanziellen Mittel schnell vor Ort ihre Wirkung entfalten. Die positiven Ergebnisse zeigen, dass wir die Digitalisierungsprämie auch über 2019 hinaus mit entsprechender finanzieller Ausstattung fortsetzen sollten“, so die Ministerin.

Nach einem ersten erfolgreichen Modellversuch im Jahr 2017 – damals noch als reines Zuschussprogramm – wurde die Digitalisierungsprämie am 9. Juli 2018 in einem weiteren Modellversuch als Tilgungszuschuss in Kombination mit einem Förderdarlehen wiederaufgelegt. Aufgrund der positiven Evaluationsergebnisse wurde im Februar 2019 entschieden, die Digitalisierungsprämie in Form des Tilgungszuschusses fortzusetzen. Die aktuellen Antragszahlen zeigen, dass von der Digitalisierungsprämie als Tilgungszuschuss weiterhin alle Branchen profitieren. Die am stärksten profitierenden Branchen sind das Handwerk (rund 17 Prozent), sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (rund 17 Prozent), Handel (rund 14 Prozent) und Verarbeitendes Gewerbe (rund 13 Prozent). Aber auch im Gastgewerbe findet das Förderprogramm mit rund 6 Prozent der Anträge guten Anklang.

Auch Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstandes der L-Bank, zieht ein positives Zwischenfazit: „Die Kombination der Digitalisierungsprämie mit einem kompletten Finanzierungsangebot für unternehmerische Digitalisierungsmaßnahmen hat sich bewährt. Gerade der kleinere Mittelstand hat bei diesem Angebot zugegriffen und so einen ersten wichtigen Schritt in die digitale Zukunft gemacht. Damit haben wir die gewünschte Breitenwirkung erreicht: Während größere Unternehmen die Chancen der Digitalisierung bereits gut nutzen, bringt die Digitalisierungsprämie kleineren Unternehmen einen zusätzlichen Impuls, um bei der Digitalisierung Fahrt aufzunehmen“, so Nawrath.

Mit der Digitalisierungsprämie werden Digitalisierungsmaßnahmen von Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern mit einem Kostenvolumen bis 100.000 Euro gefördert. Die Höhe des Tilgungszuschusses liegt je nach Höhe des Darlehens zwischen 5.000 und 10.000 Euro.In 2018/2019 stehen für die Digitalisierungsprämie insgesamt 24 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge für die Digitalisierungsprämie können von den Unternehmen über ihre Hausbank bei der L-Bank eingereicht werden.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen finden Sie unter:
https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme/liste-foerderprogramme/digitalisierungspraemie/

https://www.wirtschaft-digital-bw.de/massnahmen/digitalisierungspraemie/

https://www.digital-bw.de

Video-Clip „Innovation und Digitalisierung in Baden-Württemberg“:

https://www.youtube.com/watch?v=afZaDYwJ8ZU

 

Weitere Meldungen

Ein Gruppenbild mit einer Delegation aus Lwiw und der Ministerin
Pressemitteilung

Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine

Das Wirtschaftsforum Baden-Württemberg - Ukraine zeigt Chancen auf für die baden-württembergische Wirtschaft.

Bescheidübergabe Digital Hubs
Pressemitteilung

Baden-Württemberg fördert Digitalisierung der Wirtschaft mit rund 6 Millionen Euro

Am 23. Juli hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vier symbolische Förderschecks von insgesamt rund zwei Millionen Euro an regionalen Digital Hubs übergeben.

Bescheidübergabe Hahn-Schickard
Pressemitteilung

Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Stärkung resilienter Lieferketten: Wirtschaftsministerium fördert Electronic Packaging mit rund 2,4 Millionen Euro

Bescheidübergabe FZI und HdM
Förderung

Baden-Württemberg fördert Robotik-Innovation mit rund 1 Million Euro aus EU-Mitteln

Das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe und die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) erhalten für das Projekt „Roboter-Simulacrum“ einen symbolischen Förderscheck in Höhe von einer Million Euro.

Portraitbilder Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wirtschaftsförderung

Neue Zeitrechnung für Risikokapital-Förderung in Baden-Württemberg

Landesgesellschaft: BW-Capital startet operativen Betrieb

Zu sehen ist eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne zur 40-jährigen Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Liaoning
Wirtschaftsrepräsentanz

40 Jahre Partnerschaft: BW und Liaoning setzen auf Kontinuität und Zukunft

Baden-Württemberg und die chinesische Provinz Liaoning feiern am 20. Juli 2026 im Stuttgarter Rathaus das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft.

Elevator Pitch Landesfinale - alle Start-ups
Start-up BW

Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“

Start-up Linq Photonics GmbH aus Heidelberg gewinnt Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch 2026“.

Elevator Pitch Landesfinale - Scheckübergabe
Förderung

Digital Hub Südbaden mit 500.000 Euro gefördert

Auf dem Käpsele Innovation Festival in Freiburg hat Staatssekretär Thomas Dörflinger heute (16. Juli) einen Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro an die Projektverantwortlichen des Digital Hubs Südbaden übergeben.

Auftakt High-Tech BW
HighTech

HighTech-Agenda BW

Hoffmeister-Kraut: HighTech-Agenda BW schafft den Rahmen für mehr Tempo, Mut und Vernetzung bei Innovation.

Bescheidübergabe am 15. Juli 2026
Förderung

Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau von Forschungsinfrastruktur

Schlüsseltechnologie Lasertechnik: Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau von Forschungsinfrastruktur mit rund 2 Millionen Euro.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
GreenTech

GreenTech in Baden-Württemberg: Mit Innovationen Zukunft gestalten

GreenTech in Baden-Württemberg: Mit Innovationen Zukunft gestalten

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Gesetz nimmt Druck von unseren Unternehmen und bricht verkrustete Strukturen auf

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Automobilstandort

Hoffmeister-Kraut: Taskforce zur Stärkung des Automobilstandorts

Angesichts der ernsten Lage in der Automobilwirtschaft hatte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zu einem Spitzengespräch eingeladen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Spitzengespräch

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein: „Es geht um jeden Arbeitsplatz“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lädt angesichts der schwierigen Lage der Automobilindustrie zu einem Spitzengespräch ein.

Bescheidübergabe
Förderung

Rund 400.000 Euro für Digitalisierung im Handwerk

Beim Besuch des regionalen Digital Hubs „Regionale Digitale Kooperation im Handwerk“ (ReDiKo) in Rutesheim übergab Staatssekretär Thomas Dörflinger einen Förderbescheid in Höhe von rund 400.000 Euro an die Projektverantwortlichen.