Staatliche Schlösser und Gärten

Staatliche Schlösser und Gärten bauen positive Bilanz aus

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Sommerfest im Garten von Schloss Weikersheim

„Eine stabile Aufwärtsentwicklung der Besucherzahlen ist dank einer guten Mischung von Programmhöhepunkten, einem Angebotsstandard auf hohem Niveau und serviceorientierter Betreuung zu verbuchen. So gelang den Staatlichen Schlössern und Gärten auch im Jahr 2014 eine Besuchersteigerung gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Rund 3,69 Millionen Menschen haben im zurückliegenden Jahr die Kulturobjekte der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg besucht. Der milde Winter bot einen guten Start und auch der Rest des Jahres zeichnete sich durch gutes Ausflugswetter aus“, fasst Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid den Jahrestrend der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zusammen.

Platz 1 besetzt traditionell Schloss Heidelberg. Mit 1.131.278 Besucherinnen und Besuchern ist es der einstigen Residenz der pfälzischen Kurfürsten 2014 das fünfte Mal in Folge gelungen, die magische Schwelle von einer Million Gästen zu übersteigen. Das Schloss bindet mit seiner Programmvielfalt viele Besucher aus der weiten Region. Dank der internationalen Vermarktung ist auch der Anteil der Heidelberg-Gäste aus aller Welt beträchtlich. Weltweit steht die Schlossruine für deutsche Romantik.

Schloss Bruchsal zählt ebenfalls zu den Gewinnern des Jahres: Um 8,3 Prozent stiegen hier die Besucherzahlen auf 93.583 Besucher, vor allem wegen des zielgruppenorientierten Ausstellungs- und Führungsangebotes. Hohen Zuwachs in der Besuchergunst verzeichnet auch das Residenzschloss Rastatt, das am Ende mit 80.783 Gästen das Jubiläumsjahr des Rastatter Friedens mit seinem vielfältigen Veranstaltungsprogramm beschließen konnte. 12,5 Prozent mehr Menschen erstiegen 2014 den Festungsberg Hohentwiel, der damit insgesamt 87.013 Besucher anlockte und als Freiluftziel ganz im Süden des Landes vom insgesamt freundlichen Wetter des ganzen Jahres profitierte, aber auch von verstärkten Werbemaßnahmen der Staatlichen Schlösser und Gärten in der Region.

Zum Ende der Sommerferien öffneten die neuen Museen in Kloster und Schloss Salem ihre Pforten und sorgten für starkes Besucherinteresse. Bis zum Saisonende fanden 11 Prozent mehr Besucher den Weg ins einstige Zisterzienserkloster: 124.769 Menschen erlebten Salem mit seinem erweiterten Angebot. Hauptattraktionen waren das Feuerwehrmuseum mit seiner größten Sammlung historischer Feuerspritzen – ein lohnendes Ziel nicht nur für Familien. Im Klostermuseum ist es der prächtige Marienaltar, von Bernhard Strigel für Kloster Salem geschaffen, der die Blicke auf sich zieht. Das kostbare Glanzstück der süddeutschen Malerei des späten Mittelalters ist nun wieder an seinem Ursprungsort zu sehen.

Kloster Lorch baute seine Stellung als beliebtes Naherholungsziel im Stauferland eindrucksvoll weiter aus, nicht zuletzt wegen des familienfreundlichen Programms mit den jahreszeitlichen Märkten und stimmungsvollen Festen und natürlich mit viel Mittelalter- und Stauferflair. Auf Schloss Solitude war das Programm zum 250. Jubiläum so attraktiv, dass 20,4 Prozent mehr Besucher und damit 37.525 Menschen auf die Anhöhe bei Stuttgart kamen. Zweistellig war die Steigerung auch in Kloster Schussenried, das mit seinem facettenreichen Ausstellungsprogramm 16,2 Prozent mehr Gäste und insgesamt 29.068 Besucher nach Oberschwaben brachte.

Ebenfalls auf hohem Niveau konnte der Besuch von Schulklassen in den Schlössern und Klöstern stabilisiert werden: 3.400 Schülergruppen nahmen das Angebot wahr, Landesgeschichte am Originalschauplatz zu erleben; das sind 1,3 Proznet mehr als im Vorjahr.

Ausblick 2015: Alle Zeichen stehen auf Barock!
Die Staatlichen Schlösser und Gärten rufen zum ersten Mal ein Themenjahr aus. Neue Begegnungen mit den berühmten Monumenten und ungewohnte Blicke auf Vertrautes stehen auf dem Programm. Das Barockjahr ist das erste Jahr einer Themenreihe, mit der zu Entdeckungen im reichen Erbe Baden-Württembergs eingeladen wird. Insgesamt 16 Schlösser, Klöster, Gärten und Festungen machen beim Barockjahr mit. Jedes Monument bietet für die Besucher ein anderes Thema, passend zu seiner barocken Geschichte. Ob Wissenschaft und Politik, Kunst und Architektur, Literatur, Musik oder Theater – vielfältige Veranstaltungen bilden in jedem Monument einen eigenen Schwerpunkt und werden die Epoche zum Leben erwecken. Eine „Schlosscard plus“ macht dazu den Besuch der Veranstaltungen im Barockjahr komfortabel.

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