Forschungszentrum Informatik

Wirtschaftsminister Nils Schmid gratuliert dem Forschungszentrum Informatik (FZI) zum 30. Jubiläum

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid gratuliert am 28. Januar 2015 dem Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe zu seinem 30-jährigen Bestehen. Das FZI ist die wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg auf dem Gebiet der Informationstechnik.

Auf Empfehlung der von der damaligen Landesregierung eingesetzten Forschungskommission wurde es zunächst als Modellprojekt eingerichtet und nach erfolgreicher Entwicklung schließlich 1985 in die Selbständigkeit entlassen.

„Bei seiner Gründung war nur von einigen visionären Initiatoren die IT-Durchdringung aller Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche und der damit verbundene Erfolg des FZI absehbar“, sagte Minister Schmid bei der Festveranstaltung in Karlsruhe. „Forschung für die Wirtschaft war das große Leitmotiv der Gründung des FZI. Der Geist dahinter, eine Forschungseinrichtung ins Leben zu rufen, die nicht nur "Wissen" schafft, sondern verwertbare Lösungen entwickelt, ist heute so aktuell, wie vor 30 Jahren“, so Schmid weiter.

Heute zählt das FZI zu den großen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Informatik. Die etwa 170 Mitarbeiter des FZI bearbeiten jährlich mehr als 200 Projekte und helfen der Wirtschaft aktuelle Forschungsergebnisse zeitnah und erfolgreich in nachgefragte Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu über-führen.

Über 20 Professoren (überwiegend des Karlsruher Institutes für Technologie - KIT) sind im FZI organisiert, veredeln die an den Universitäten gewonnenen Grundlagen und führen diese interdisziplinär der Wirtschaft zu. „Über 2,3 Millionen Euro investiert das Wirtschaftsministerium bislang jährlich alleine in das FZI - jeden Cent hiervon bekommen wir vielfach zurück. Forschung und Entwicklung, Weiterqualifikation sowie Unternehmensgründungen sind die Währungen, in der das FZI bezahlt“, führte der Minister aus.

Organisatorisch ist das FZI in vier Forschungsbereiche aufgeteilt, die mit ihren Kompetenzen die Anwendungsforschung über den gesamten Innovationszyklus abdecken. Schwerpunktmäßig bearbeitet das FZI die Anwendungsfelder Energie, Informationsdienste, Software-Entwicklung, Gesundheitswesen, Mobilität, Automation und Robotik sowie Produktion und Logistik.

Das FZI hat in den vergangenen 30 Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die vom Land von Beginn an mitgestaltet wurde. Seit seiner Gründung hat das FZI auch eine beratende Funktion für die Landesregierung. So ist das FZI wich-tiger Partner des Landes bei der Initiative zur Weiterentwicklung der IKT sowie der IKT-Politik, Forward IT. Minister Schmid nutzte den Ehrentag, um sich für die geleistete Unterstützung zu bedanken.

Insbesondere bekräftigte der Minister die Absicht des Wirtschaftsministeriums, das FZI zu einem Zentrum für IKT-Sicherheit auszubauen. Hierfür wird das Ministerium künftig jährlich zusätzliche 500.000 Euro zur Verfügung stellen. Ebenso soll die gemeinsame Idee des FZI sowie des CyberForums Karlsruhe (eines der europaweit größten regionalen IT und Hightech-Cluster) gemeinsam mit weiteren Partnern, ein IT-Kompetenzzentrum ("House of IT") im Rahmen von Forward IT umzusetzen, realisiert werden.

Aufgabe des "House of IT" wird es sein, die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch stärker zu systematisieren und ein organisatorisches Dach zu geben. „Vom Brückenkopf Karlsruhe aus soll die überregionale Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, zwischen Technologieanbietern und -anwendern weiter gestärkt werden“, erklärte der Minister.

Die Landesregierung verspricht sich hierdurch auch eine Unterstützung bei der Digitalisierung der Wirtschaft und damit im Umfeld der vierten industriellen Revolution, der sogenannten "Industrie 4.0", die für den traditionell starken Maschinen- und Anlagenbau Standort Baden-Württemberg von großer Bedeutung ist.

Mit diesen sowie weiteren Maßnahmen von Forward IT setzt die Landesregie-rung konsequent den vor 30 Jahren eingeschlagenen Weg fort. Fokussiert wird dabei auf die Weiterentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft auf ihrem Weg in das digitale Zeitalter.

Forschungszentrum Informatik (FZI)

Weitere Meldungen

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land stärkt Innovationsallianz Baden-Württemberg mit rund 40,6 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg unterstützt die Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW) im Jahr 2026 mit einer Grundfinanzierung in Höhe von rund 40,6 Millionen Euro.

Zwei Frauen sitzen vor einem Laptop / ©Kobu Agency / Unsplash
Arbeitsmarkt

Mehr Frauen in Beschäftigung – strukturelle Hürden bleiben bestehen

Das Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW) hat im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg einen neuen Bericht zur geschlechterspezifischen Beschäftigungsentwicklung im Land vorgestellt.

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen

Bühne frei für Innovation: ELASTheal aus Tübingen gewinnt den Regional Cup Tübingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Förderung

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine

Land fördert Technologiekooperation mit der Ukraine.

Europaflagge / ©Harald Richter
Förderung

Großes wirtschaftliches Potenzial: Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologie

Auch die zweite Runde der Prototypenförderung für innovative Technologien ist ein Erfolg: Aus 52 Anträgen von staatlichen Hochschulen und den wirtschaftsnahen außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden 14 Projekte bewilligt.

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Förderung

Innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion gefördert

Vom Klimagas zum Rohstoff – Innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion in Baden-Württemberg mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Förderung

Land stärkt den Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis mit rund fünf Millionen Euro

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergabam 31. März einen symbolischen Förderscheck in Höhe von rund fünf Millionen Euro an das Unternehmen ZF LIFETEC.

unsplash / kendall ruth
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarktzahlen: Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045

Gemeinsames Länderschreiben zur Chemieagenda 2045: Ergebnisse und dringender Handlungsbedarf

Regional Cup Böblingen - Elevator Pitch 2025/26
Start-up BW

Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen

Bühne frei für Innovation: Viktor Becker aus Geislingen an der Steige gewinnt den Regional Cup Böblingen des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“

Bühne frei für Innovation: Fibryx GmbH aus Stuttgart-Vaihingen gewinnt den Regional Cup „START-UP & GROW REMS-MURR“ des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket fürs Landesfinale.

Logo von Start up BW
Start-up BW

EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb gewinnen Regional Cup

Bühne frei für Innovation: EasZotic GmbH, Jakob und Elisabeth Tillery aus Horb sichern sich das Ticket für das Landesfinale.

Eine Hand hält eine Glühbirne in die Höhe
Förderung

Land fördert Miniatur-Batterien für die Medizintechnik mit rund acht Millionen Euro

Das Land Baden-Württemberg startet im März das Projekt „Medicell“.

Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Mentorinnen-Programm

10 Jahre Empowerment - Mentorinnen-Programm startet in die Jubiläumsrunde

10 Jahre Empowerment – Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die Jubiläumsrunde

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Wirtschaftsministerin lehnt erneute Verbote für Automobilbranche rundweg ab

Der Wirtschaftsausschuss des Bundesrates hat in seiner heutigen Sitzung (12. März) einem Antrag der Länder Bayern und Baden-Württemberg zugestimmt.