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Wirtschaftsministerium fördert wirtschaftsnahe Forschung mit rund 39 Millionen Euro

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Für die Grundfinanzierung und für Investitionen der Fraunhofer-Gesellschaft hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg im Jahr 2018 insgesamt rund 38,8 Millionen Euro bewilligt. 11,8 Millionen Euro davon entfallen auf den Anteil Baden-Württembergs an der Grundfinanzierung der Forschungsorganisation. Darüber hinaus wurden knapp 27 Millionen Euro für Investitionen in Gebäude und Geräteausstattungen der Fraunhofer-Institute in Baden-Württemberg bereitgestellt.

„Die Exzellenz der Fraunhofer-Institute trägt maßgeblich zum Erfolg unserer Wirtschaft im internationalen Innovationswettbewerb bei. Die Spitzenposition vieler unserer Unternehmen ist auch dieser wirtschaftsnahen Forschung zu verdanken“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Mit den Investitionen in die baden-württembergischen Forschungsinstitute der Fraunhofer-Gesellschaft stelle das Land sicher, dass Baden-Württemberg in wichtigen Zukunftsfeldern auch künftig die Nase vorn habe, so die Ministerin.

Stärkung künftiger Produktionsformen

Hoffmeister-Kraut: „Die Grundlage unserer Wirtschaftsstärke liegt darin, dass wir in vielen Bereichen – wie zum Beispiel der industriellen Produktion – weltweite Technologieführer sind.“ Diese Position müsse erhalten bleiben. Die bewilligten Sonderinvestitionsmittel dienten daher unter anderem dem Bau von Gebäuden für die Erforschung zukünftiger Produktionsformen in Stuttgart und Karlsruhe. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart erhalte ein neues Gebäude für das Forschungsfeld „Personalisierte Produktion“. Dort werde erforscht, wie personalisierte Produkte, die zunehmend von den Kunden gewünscht werden, zu den Kosten einer Massenproduktion hergestellt werden könnten, so die Wirtschaftsministerin.

Für die Fraunhofer-Institute für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) in Karlsruhe und für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal werde die „Karlsruher Forschungsfabrik“ gefördert, die das Ziel hat, gemeinsam mit Industriepartnern neue Fertigungsprozesse schnell zur Serienreife zu bringen.

Leichtbau-Forschung für höhere Energie- und Ressourceneffizienz

Zudem werde für die Abteilung „Leichtbautechnologien“ des Fraunhofer IPA in Stuttgart ein neues Forschungsgebäude errichtet. Hier sollen innovative Lösungen für die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Produktion entwickelt werden. Während die Reduzierung des Gewichts im Fahrzeug- und Flugzeugbau bereits eine feste Zielgröße darstellt, müssen die eingesetzten Werkstoffmengen zukünftig auch bei Konsum- und Gebrauchsgütern sowie bei Investitionsgütern verringert werden. Damit können die Herstellungs- und Transportkosten, aber auch die Entsorgungskosten minimiert und zugleich die Rohstoffverknappung im globalen Markt eingedämmt werden.

Weitere Informationen

In Baden-Württemberg sind 13 eigenständige Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft angesiedelt. Sie weisen einen Jahresumsatz von rund 370 Millionen Euro auf und beschäftigen mehr als 5.000 Personen. Thematisch decken die Fraunhofer-Institute alle modernen Schlüsseltechnologien ab. Das Spektrum reicht von der Produktions-, Werkstoff- und Oberflächentechnik über die Informations-, Kommunikations- und Medientechnik bis hin zur Bioverfahrenstechnik, Solartechnik und Bauforschung. Die Finanzierung der Fraunhofer- Gesellschaft erfolgt gemeinsam mit dem Bund, wobei der Anteil des Bundes an der Grundfinanzierung bei 90 Prozent und bei den Sonderinvestitionen in Gebäude und Ausstattung bei 50 Prozent liegt.

 

Wirtschaftsnahe Forschung

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