Industrie 4.0

Wirtschaftsministerkonferenz beschließt Initiative zu Industrie 4.0 auf Betreiben Baden-Württembergs

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Die Wirtschaftsminister der Länder fordern auf Initiative Baden-Württembergs die Bundesregierung dazu auf, sich stärker für das Thema Industrie 4.0 einzusetzen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie am 11. Dezember 2014 auf der Wirtschaftsministerkonferenz in Stralsund.

Weiterhin befassten sich die Wirtschaftsminister mit Initiativen zu den Themen Breitbandausbau, Regulierung der CO2-Emissionen von PKW und leichten Nutzfahrzeugen sowie Wagniskapital für junge Unternehmen. Auch die Freihandelsabkommen TTIP mit den USA sowie CETA mit Kanada wurden diskutiert.

"Industrie 4.0 ist ein Schlüsselthema für neue Arbeitsplätze vor allem im Mittelstand. Deutschland ist der weltweit führende Industrie 4.0-Standort. Damit dies so bleibt, müssen wir uns weiter anstrengen“, sagte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid. Auch die  Bundesregierung sei gefordert, mit Förderprogrammen und besseren Rahmenbedingungen die Wettbewerbsfähigkeit und Technologieführerschaft unserer Unternehmen langfristig zu sichern. Sie müsse mit deutlich mehr Fördermitteln die Forschung und Entwicklung im Bereich Industrie 4.0 vorantreiben. Daneben sollte sie über ganz Deutschland verteilt in Kompetenzzentren investieren, die als Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen dienen. "Bund und Land müssen hier Hand in Hand vorgehen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Bedeutung dieses Megathemas erkannt hat. Die Konzepte liegen auf dem Tisch, nun gilt es, sie schnell umzusetzen. Eng verbunden mit Industrie 4.0 ist außerdem der Infrastrukturausbau - vor allem mit Breitbandkabel - bis in die breite Fläche unserer Länder“, fügte Schmid hinzu.

Konkret sprechen sich die Wirtschaftsminister im Antrag zu Industrie 4.0 für die verstärkte Förderung von Forschung, Entwicklung und Bildung aus, um die Technologieführerschaft deutscher Unternehmen in der Produktionstechnik der Zukunft langfristig zu sichern. „Die Durchdringung der Produktionsprozesse mit Industrie 4.0-Komponenten, -Produkten und -Methoden und damit die immer stärkere Vernetzung innerhalb und zwischen Wertschöpfungsketten bedeuten einen Strukturwandel für deutsche Schlüsselbranchen, mit weitgreifenden Folgen für Industrie, Dienstleistung, Handwerk und Beschäftigte", heißt es in der Begründung zum Beschluss. Der Fokus der Förderung soll vor allem auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen gerichtet sein. Künftig sollen in einem Dialog erforderliche Anpassungen, zum Beispiel im Haftungsrecht und beim Datenschutz erörtert werden.

Um eine adäquate und flächendeckende Breitbandinfrastruktur im ländlichen Raum sicherzustellen wird die Bundesregierung gebeten, einen Masterplan für die Netze der nächsten Generation aufzulegen sowie den flächendeckenden Ausbau der Netz- und Datensicherheit durch ihre Institutionen weiter voranzutreiben.

Baden-Württemberg ist Vorreiter bei der Umsetzung von Lösungen für die Industrie 4.0 und forciert nun die Einführung in die Breite der Industrieunternehmen. Auf Initiative des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft wurde vor kurzem ein Lenkungskreis Industrie 4.0 ins Leben gerufen, der das bereits vorhandene Know-how im Land bündeln und zu einer Allianz Industrie 4.0 BW zusammenführen soll. Das Ministerium stellt für Industrie-4.0-Projekte in den kommenden beiden Jahren mindestens 8,5 Millionen Euro zur Verfügung, die auf bis zu 14,5 Millionen Euro aufgestockt werden können.

Weitere Meldungen

Glühbirnen / ©sdecoret - stock.adobe.com
Medizintechnik

Medizintechnik stärken: Land setzt sich in Brüssel erfolgreich für Reformen ein

Auf der Branchenveranstaltung „regularia“ in Tuttlingen hat sich Michael Kleiner, Ministerialdirektor am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 3. März erneut für Medizintechnikbranche eingesetzt.

Zwei junge Frauen in einem Gespräch
Karriere

Frau und Beruf: Karriere-Hacks für Young Professionals

Die Digitale Plattform Frau und Beruf Baden-Württemberg startet eine neue Rubrik für junge Frauen, die ihrer Karriere ein Upgrade verpassen wollen und im Ratgeber-Dschungel den roten Faden für ihre beruflichen Möglichkeiten suchen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Vertragspaket

Vertragspaket zwischen der Europäischen Kommission und des Schweizer Bundesrat

Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Unterzeichnung des Vertragspakets zwischen der Europäischen Union und der Schweiz durch die Europäische Kommission und den Schweizer Bundesrat.

Spatenstich Geradstetten
Förderung

Land fördert Neubau des Bildungscampus Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert den Ersatz-neubau für das Ausbildungszentrum der Bauwirtschaft Baden-Württemberg e. V. in Geradstetten mit rund 21 Millionen Euro.

Virtuelle Visualisierung einer Glühbirne
Bundesverdienstmedaille

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstmedaille an Kurt Josef Lacher

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, hat Kurt Josef Lacher im Rahmen einer Feierstunde die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Mercosur

Hoffmeister-Kraut: Wichtiges Signal für Europa als Wirtschaftsstandort

Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Ankündigung der EU-Kommission, das Freihandelsabkommen Mercosur anzuwenden.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, äußert sich anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Blick auf Zell am See
Tourismus

Tourismusinfrastrukturprogramm 2026

38 Kommunen werden mit einer Gesamtfördersumme von rund 14,9 Millionen Euro bei der Umsetzung ihrer touristischen Infrastrukturmaßnahmen unterstützt.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (rechts) übergibt Albrecht Kruse (links) das Bundesverdienstkreuz.
Bundesverdienstkreuz

Wirtschaftsministerin überreicht Bundesverdienstkreuz an Albrecht Kruse

Albrecht Kruse wurde für seine großen Verdienste um die Wirtschaft sowie für sein hohes ehrenamtliches Engagement in Wirtschaft und Kultur mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Messebesuch

Wirtschaftsstaatssekretär Rapp besucht Enforce Tac

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp besucht heute (23. Februar) die Fachmesse Enforce Tac in Nürnberg und informiert sich vor Ort über die aktuellen Entwicklungen und Innovationen im Bereich Sicherheits- und Verteidigungstechnologien.

Eine Roboterhand tippt auf einem Monitor aus Glas
Künstliche Intelligenz

Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Innovationskraft statt Formularflut: Baden-Württemberg drängt auf praktikable KI-Regeln

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Allianz Industrie 4.0

Fortsetzung der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bis Ende 2029

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus setzt die Förderung der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg mit rund 3,85 Millionen Euro fort.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Zumeldung zur Tourismusbilanz im Jahr 2025

Der Tourismus in Baden-Württemberg bleibt auf hohem Niveau stabil. Das zeigt die am 18. Februar durch das Statistische Landesamt Baden-Württemberg veröffentliche Meldung zur Tourismusstatistik für das Kalenderjahr 2025.

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Bühne frei für Innovation: Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP des „Start-up BW Elevator Pitch 2025/26“ und sichert sich das Ticket für das Landesfinale.

Unterzeichnung Letters of Intent
Absichtserklärung

Absichtserklärung zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit unterzeichnet

Wirtschaftsministerium und die ukrainische Region Lwiw unterzeichnen Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.