Raumfahrt

Raumfahrtdialog 2021: Wirtschaftsministerin tauscht sich mit Spitzenvertretern aus

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Radarsatellit umrundet die Erde.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich heute (23. Februar) mit 16 Spitzenvertreterinnen und -vertretern der Raumfahrtbranche aus Baden-Württemberg im Rahmen einer Videokonferenz ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die aktuelle Situation der Raumfahrtbranche und die Herausforderungen der Unternehmen im internationalen Wettbewerb. „Die Raumfahrtbranche ist mit ihren Hightech-Produkten ein besonderes Aushängeschild für unser Land. Unsere internationale Spitzenposition gilt es auch in der Zukunft zu halten. Denn der Druck aus dem Ausland ist groß. Insbesondere US-amerikanische Unternehmen drängen auf den Markt und verändern die Dynamik der bisherigen Entwicklungs- und Produktionszyklen in der Raumfahrt. Dadurch wurde eine regelrechte Strukturrevolution ausgelöst“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Firmen wie SpaceX, OneWeb und Amazon arbeiteten am Aufbau von erdumspannenden Netzen mit jeweils mehreren Tausend Satelliten, so die Ministerin. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Satellitenkonstellationen sei jedoch nur möglich, wenn es gelinge, Satelliten in größeren Mengen und zu niedrigeren Preisen zu produzieren. „Die baden-württembergische Raumfahrtindustrie verfügt über hervorragende Kompetenzen in den Bereichen des Satellitenbaus und der Satellitenkommunikation. Unser Ziel muss es daher sein, dass sie bestmöglich an den Entwicklungen des sogenannten New Space partizipieren kann.“ Der Wettbewerb in der Raumfahrtbranche werde zunehmend dynamischer und kostengetriebener. „Daher unterstützen wir die baden-württembergische Raumfahrtindustrie dabei, in Sachen Technologien, Produktion und Zusammenarbeit neue Wege zu gehen“, ergänzte Hoffmeister-Kraut.

Das Wirtschaftsministerium fördert in diesem Zusammenhang seit 2016 das Projekt IRAS - Integrated Digital Research Platform for Affordable Satellites. Hier wird unter Federführung des Instituts für Bauweisen und Strukturtechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart eine integrierte Entwicklungsplattform für kostengünstige Satelliten in Zusammenarbeit von Industrie und Forschung in Baden-Württemberg aufgebaut.

Themen des heutigen Raumfahrtdialogs waren außerdem der Erhalt und die Wettbewerbsfähigkeit des Raumfahrtstandortes Baden-Württemberg, insbesondere im Hinblick auf die aktuelle Herausforderung der Corona-Pandemie sowie die Sichtbarkeit der Raumfahrt in Baden-Württemberg auf nationaler und europäischer Ebene.

Weitere Informationen

Die Raumfahrtbranche ist ein bedeutender Wirtschaftszweig für das Land Baden-Württemberg. Mit weltbekannten Unternehmen für den Bau von Satelliten und anspruchsvollen Subsystemen ist Baden-Württemberg einer der führenden Raumfahrtstandorte. So werden in Friedrichshafen zum Beispiel Satelliten für Erdbeobachtungssysteme und wissenschaftliche Missionen gebaut. Ein wesentlicher Teil des Clusters besteht aus kleinen und mittleren Unternehmen, die Komponenten und Subsysteme in höchster Qualität herstellen. Die Unternehmen werden von einem sehr guten Ausbildungs- und Forschungsumfeld unterstützt, zu dem die Standorte des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, Lampoldshausen und Ulm sowie die Fakultät für Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart zählen.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere

Hoffmeister-Kraut: Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Chance auf berufliche Karriere.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Förderung

Testfeld Urbane Robotik: Baden-Württemberg bringt Innovation in die Stadt

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Aufbauphase des Testfeldes Urbane Robotik am FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe mit rund einer Million Euro bis Mitte 2027.

Fahne des Landes Baden-Württemberg
Mittelstandsförderungsgesetz

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen

Neufassung des Mittelstandsförderungsgesetzes beschlossen – Starkes Bekenntnis zum Mittelstand in Baden-Württemberg.

Glühbirne
Förderung

Wirtschaftsministerium fördert Deutsches Handwerksinstitut e.V. mit 240.000 Euro

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus beteiligt sich an der Grundfinanzierung des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) im Jahr 2026 mit 240.281 Euro.

Ein Mann und eine Frau geben sich in einem Meeting mit anderen die Hand
Fachkräftesicherung

Regionalprogramm Fachkräftesicherung bis 2027 verlängert

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert auch in den Jahren 2026 und 2027 Veranstaltungen und Aktivitäten der regionalen Fachkräfteallianzen des Landes und stellt dafür 400.000 Euro zur Verfügung.

Mensch und Roboter begrüßen sich, indem Sie die Knöchel aneinanderdrücken.
Innovation

Millionen-Impuls für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ mit rund 1,6 Millionen Euro in 2026.

Logo der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“
Wettbewerb

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ zu vergeben

Das Land Baden-Württemberg vergibt die Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ in diesem Jahr gemeinsam mit der oberschwäbischen Stadt Bad Schussenried. Ab Montag, 2. Februar 2026 läuft die Bewerbungsfrist.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeitsmarkt

Gesamtzahl der Arbeitslosen steigt auf höchsten Wert seit 2007

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen.

Bundestag

Wirtschaftsministerin im Deutschen Bundestag

Wirtschaftsministerin kritisiert im Deutschen Bundestag Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen und fordert vorzeitige Anwendung.

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, äußert sich zur heutigen Verabschiedung der Nationalen Tourismusstrategie im Bundeskabinett.

Delegationsreise Indien
Freihandelsabkommen

Einigung der Europäischen Kommission mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut äußert sich zur Nachricht über die Einigung über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien.

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
F&E Industrie

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg

Wirtschaftsministerin stellt mit der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg und dem neuen Vorsitzenden von Südwestmetall eine gemeinsame Erklärung für eine starke Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg vor.

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Für seine herausragenden Verdienste als Archivar, als Forscher und Verfasser wissenschaftlicher Publikationen hat Dr. Andreas Zekorn die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Innovationspreis 2025
Ausschreibung

Ausschreibung für den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg 2026 gestartet!

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus stellt auch in diesem Jahr wieder herausragende Innovationen von kleinen und mittleren Unternehmen aus Baden-Württemberg in den Mittelpunkt. Bewerbungen sind bis zum 31. Mai 2026 möglich.

CMT 2026 Tourismustag
Tourismus

Baden-Württemberg Tourismus kann in 2025 hohes Niveau halten

Mit einem positiven Resümee mit Blick auf die vergangenen Tourismusjahre begrüßte Staatssekretär Dr. Patrick Rapp die Gäste des Tourismustags 2026 des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus im Rahmen der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart.