Arbeitsmarktzahlen Juli 2019

Trotz erster Eintrübungen bleibt der Arbeitsmarkt zum Ferienbeginn stabil

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Zwei Männer und eine Frau vor Bauzeichnungen / ©Kzenon - Fotolia

Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen vom Juli 2019 erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut: „Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bleibt auch zum Beginn der Sommerferien mit einer Arbeitslosenquote von 3,1 Prozent stabil.“ Im Juli des Vorjahresmonats lag die Arbeitslosenquote ebenfalls bei 3,1 Prozent.

Die absolute Zahl der Arbeitslosen im Land im Vergleich zum Juli 2018 hat jedoch um gut 3.400 Personen beziehungsweise 1,8 Prozent auf jetzt knapp 194.000 zugenommen. Dieser Anstieg der absoluten Zahlen bei einer gleichzeitig stabil bleibenden Arbeitslosenquote begründe sich in einem Zuwachs der Zahl der Erwerbstätigen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr, so Hoffmeister-Kraut.

„An dieser Entwicklung wird deutlich, dass die in der Folge der internationalen Handelskonflikte zurückgenommenen Wachstumserwartungen nicht spurlos am Arbeitsmarkt vorübergehen“, so die Ministerin weiter. Trotz der insgesamt stabilen Arbeitsmarktlage stellten zudem die nicht abschätzbaren Folgen eines ungeregelten Brexit und die im europäischen Vergleich ausgeprägte Wachstumsschwäche Deutschlands für große Teile der vom Export abhängigen Industrie im Land ein schwer kalkulierbares Risiko dar. 

„Wir müssen vermeiden, dass wir im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung, bei der Netzinfrastruktur, den Investitionen in geistiges Kapital sowie der Finanzierung junger, innovativer Firmen nicht ins Hintertreffen geraten und den Anschluss verlieren“, so Hoffmeister-Kraut. Sie verwies dabei auch auf die vielfältigen Fördermöglichkeiten von Land und Bund für Innovations- und Digitalisierungsmaßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juni 2019 um gut 3.700 waren ausschließlich Männer mit einem Plus von 4.121 betroffen, während die Arbeitslosigkeit von Frauen mit minus 700 weiter rückläufig war. „Die Zunahme der Arbeitslosigkeit bei Männern ist saisonal bedingt und dürfte vor allem auf den Rückgang der Beschäftigung von Zeitarbeitern um 13.400 beziehungsweise 12,4 Prozent im April 2019 im Vergleich zum April 2018 zurückzuführen sein“, sagte die Ministerin. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen unter 25 Jahren um 2.561 begründe sich im Ende von schulischen und beruflichen Ausbildungsgängen. 

„Angesichts der hohen Zahl der von der Wirtschaft gemeldeten 111.000 offenen Stellen blicke ich weiterhin optimistisch auf die Entwicklung in den kommenden Monaten. Mit einer Jugendarbeitslosenquote von 2,6 Prozent sind wir im Juli wieder zusammen mit Bayern im Bundesvergleich auf den ersten Plätzen“, so die Ministerin weiter.

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