Arbeitsmarkt

Saisonale Einflüsse und konjunkturelle Eintrübungen prägen den Arbeitsmarkt im Januar

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Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Bild: © Martin Stollberg)

„Neben saisonüblichen Einflüssen prägen die konjunkturelle Abschwächung und der Strukturwandel den baden-württembergischen Arbeitsmarkt im Januar. Im Vergleich zum Januar 2019 ist die Zahl der Arbeitslosen um rund 19.400 angestiegen, während die Arbeitskräftenachfrage der Arbeitgeber um fast 24.000 zurückging“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten in Stuttgart. 

Auch die Kurzarbeit ist weiter angestiegen, vor allem im Maschinenbau. „Das ist ein Alarmzeichen, das nicht ignoriert werden darf. Die Betriebe müssen jetzt wissen, wie es weitergeht und was sie tun können, um diese schwierige Phase mit möglichst kompletter Belegschaft zu überstehen. Wir brauchen großzügige Regelungen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Der Bundesgesetzgeber muss jetzt schnell handeln, damit die Unternehmen Planungssicherheit haben“, betonte Hoffmeister-Kraut. Bereits im November 2019 hatte sie aufgrund der aktuellen Entwicklungen zusammen mit den Arbeitgeberverbänden und der IG-Metall Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld eingefordert. 

Im Januar waren in Baden-Württemberg 220.523 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 19.384 bzw. 9,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Januar 2019 mit 201.139 Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote hat sich von 3,2 Prozent auf 3,5 Prozent im Januar 2020 erhöht. Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren vor allem Männer mit plus 12,6 Prozent, Jugendliche unter 25 Jahre mit plus 11,1 Prozent sowie Ausländer mit plus 13,7 Prozent betroffen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Frauen blieb mit plus 6,0 Prozent deutlich hinter dieser Entwicklung zurück.

Der überdurchschnittliche Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Männern und Ausländern lässt vermuten, dass in vielen Fällen fehlende Qualifikationen für den Verlust des Arbeitsplatzes verantwortlich sind. „Um solchen Entwicklungen entgegen zu wirken, müssen verstärkt arbeitsmarktpolitische Instrumente eingesetzt werden, wie beispielsweise geförderte Weiterbildungsmaßnahmen. Berufliche Weiterbildung kann mit Blick auf die Digitalisierung und die Transformationsprozesse in der Automobilindustrie Perspektiven schaffen und Arbeitsplätze sichern“, so die Ministerin. 

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