Denkmalpflege

Staatssekretärin Katrin Schütz eröffnet Sonderausstellung „Burgen – Bauern – Bestattungen: Neue Ausgrabungen im Umfeld der Heuneburg“

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Die Heuneburg (Herbertingen-Hundersingen) am Oberlauf der Donau. Heute befindet sich auf dem Bergplateau ein Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen der frühkeltischen Bebauung
Drohnenbild der Befestitungsanlage der Großen Heuneburg (Zwiefalten-Upflamör) im Osten der vorburg
Erforschung der ländlichen Siedlung von Emsmad (Langenenslingen-Ittenhausen). Im Vordergrund sind Ausgrabungsflächen aus dem Jahr 2018, im Hintergrund sind die Kapelle und der Hof zu Emsmad zu erkennen.
Reich verzierte Fibel aus Bronze aus deiner Frauenbestattung in einem Grabhügel nahe Unlingen

Staatssekretärin Katrin Schütz eröffnete heute (5. Juni) im Freilichtmuseum Heuneburg in Herbertingen-Hundersingen eine Sonderausstellung zu wichtigen neuen Forschungs- und Ausgrabungsergebnissen des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart im Umfeld der frühkeltischen Heuneburg. „Die aktuellen Untersuchungen unterstreichen die zentrale Stellung und herausragende Bedeutung der Heuneburg während der mitteleuropäischen Eisenzeit“, so die Staatssekretärin. „Wir freuen uns sehr, unseren Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Ausstellung die neuesten Forschungsergebnisse präsentieren zu können.“ Die Forschungen und Grabungen werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen eines Langfristprojekts gefördert.

Zwar fanden bereits seit den 1950er Jahren immer wieder systematische Untersuchungen auf der früheisenzeitlichen Burg und in ihrer direkten Umgebung statt, das weitere Umfeld der Heuneburg mit den zeitgleichen Siedlungs- und Bestattungsplätzen blieb bis vor wenigen Jahren jedoch weitgehend unerforscht. An diesem Punkt setzen die Forschungen des 2014 eingerichteten DFG-Langfristprojekts an. Seitdem stehen das Umland des Zentralortes mit den zugehörigen Bauernhöfen und Weilern sowie weitere bekannte Höhenbefestigungen im Fokus der Forschung. Hinzu kommen die Ausgrabungen in den Nekropolen der Umgebung, die herausragende Funde erbrachten und Einblicke in den Aufbau der eisenzeitlichen Gesellschaft erlauben.

Informationen zur Ausstellung

Die Ausstellung gibt Einblicke in die reiche Fundlandschaft des frühkeltischen Fürstensitzes Heuneburg. Die Höhenbefestigungen (Burgen) der Umgebung, unter denen der Kultplatz an der Alten Burg bei Langenenslingen besonders heraussticht, und deren Verhältnis zur Heuneburg werden genauso thematisiert, wie die ländlichen Siedlungen (Bauern) der frühen Eisenzeit mit Blick auf das Leben und die Tätigkeiten der einfachen Bevölkerung. Spektakuläre Bestattungen in der Donauebene sowie nahe des Berges Bussen geben Aufschluss über die Begräbnisrituale sozial höhergestellter Gesellschaftsmitglieder. Eine Tafelausstellung im Außenbereich des Museums wird neben den archäologischen Neuentdeckungen auch anschauliche großformatige Illustrationen frühkeltischer Lebenswelten präsentieren. Es handelt sich um eine Sonderausstellung des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in Kooperation mit der Gesellschaft für Archäologie in Württemberg und Hohenzollern e. V.

Ausstellungsort: Freilichtmuseum Heuneburg, Heuneburg 1-2, 88518 Herbertingen-Hundersingen
Zeitraum: 6. Juni bis 31. Oktober 2019
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

 

Freilichtmuseum Heuneburg:
https://www.heuneburg-keltenstadt.de/

Ausstellungsflyer

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