Grundsicherung für Arbeitsuchende - SGB II (Hartz IV)

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Schild mit der Aufschrift Jobcenter (Quelle: ©bluedesign, AdobeStock)

Arbeitslosen- und Sozialhilfe wurden im Jahr 2005 (im Rahmen der sogenannten „Hartz-Gesetze“) für erwerbsfähige Leistungsberechtigte zu einer neuen Leistung, der Grundsicherung für Arbeitsuchende, zusammengeführt. Die Grundsicherung für Arbeitsuchende ist im Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) geregelt und umfasst im wesentlichen Leistungen zur Eingliederung in Arbeit, zur Sicherung des Lebensunterhaltes und für Bildung und Teilhabe.

Mit dem Sozialschutzpaket der Bundesregierung wird insbesondere für Soloselbständige und Kleinstselbständige ein erleichterter Zugang zur Sicherstellung des Lebensunterhalts durch die Grundsicherung geschaffen. Grundsicherung kann jede hilfebedürftige Person beantragen, die zu wenige oder keine Mittel hat, um den Lebensunterhalt für sich (und die eigene Familie) sicherzustellen.

Dies umfasst zunächst einen Regelbedarf für den persönlichen Lebensunterhalt. Eine erwachsene alleinstehende Person erhält aktuell 432 Euro. Kinder erhalten je nach Alter einen Regelbedarf von 250 bis 354 Euro. Außerdem hängt der Regelbedarf davon ab, ob zum Beispiel noch ein (hilfebedürftiger) Partner mit im Haushalt lebt. Mietkosten (Nettomiete, Nebenkosten, Heizkosten) können zusätzlich übernommen werden.

Weitere Informationen finden sie dazu auf der Internetseite https://www.arbeitsagentur.de/corona-faq-grundsicherung

 Anträge können formlos telefonisch, per E-Mail oder per (Haus-) Post beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Antragsvordrucke und Hinweise finden Sie auf der o.a. Internetseite.


Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende sind die Bundesagentur für Arbeit sowie die Stadt- und Landkreise. Die Mehrzahl der 44 Stadt- und Landkreise im Land erbringen Leistungen in gemeinsamen Einrichtungen mit der Bundesagentur für Arbeit.

Zugelassene kommunale Träger

Folgende elf Landkreise wurden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zugelassen, als sogenannte „zugelassene kommunale Träger“ neben den kommunalen Aufgaben auch die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen des SGB II zu übernehmen:

  • der Landkreis Biberach,
  • der Bodenseekreis,
  • der Enzkreis,
  • der Landkreis Ludwigsburg,
  • der Ortenaukreis,
  • der Ostalbkreis,
  • die Stadt Pforzheim,
  • der Landkreis Ravensburg,
  • die Landeshauptstadt Stuttgart,
  • der Landkreis Tuttlingen und
  • der Landkreis Waldshut.


Für das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat die Zulassung der vorgenannten Stadt- und Landkreise als kommunale Träger zur Folge, dass es nicht nur für die kommunalen Leistungen, z. B. die Kosten für Unterkunft und Heizung, sondern auch für die Bundesleistungen, z. B. die arbeitsmarktpolitischen Eingliederungsinstrumente, die Rechtsaufsicht ausübt.

Nähere Information zum Arbeitslosengeld II können Sie auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit oder auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales abrufen.

Servicestelle SGB II

Die Servicestelle SGB II ist eine Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Sie richtet sich an alle Akteure, die an der Umsetzung des SGB II beteiligt sind. Auf der Informationsplattform finden sich aktuelle Kennzahlen und Fachinformationen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende.