Gemeinsam stärker

Partnerschaftsinitiative Baden-Württemberg – United Kingdom

Wort-Bild-Marke der Partnerschaftsinitiative Baden-Württemberg – United Kingdom

Vision der Economic Partnership Initiative ist es über den Brexit hinaus eine enge und langfristige Wirtschaftspartnerschaft zwischen Baden-Württemberg und dem Vereinigten Königreich zu schaffen und neue gewinnbringende Kooperationen aufzubauen.

Hintergrund

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und Baden-Württemberg sind traditionell sehr gut. Großbritannien ist nach wie vor einer unserer wichtigsten Handelspartner. 2019 haben wir Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 10,5 Milliarden Euro dorthin exportiert und gleichzeitig Waren und Dienstleistungen im Wert von 4,3 Milliarden Euro aus dem Vereinigten Königreich importiert.

Für den gemeinsamen zukünftigen Wohlstand ist es wichtig, in einen engen wirtschaftlichen Dialog zu investieren und weiterhin neue Partnerschaften in Schlüsselsektoren aufzubauen. Denn Geschäftsbeziehungen mit dem Vereinigten Königreich werden auch nach dem Brexit gewinnbringend sein.

Aus diesem Grund haben das britische Generalkonsulat und das Department for International Trade sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bereits im Jahr 2020 die Partnerschaftsinitiative BW – UK ins Leben gerufen.

Vision, Ziele und Aktivitäten

Die Vision der „Economic Partnership Initiative” ist es, durch eine Intensivierung des Dialogs neue Möglichkeiten der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit zu eruieren und gleichzeitig konkrete Kooperationsmöglichkeiten für Unternehmen zu schaffen, um ihre Innovationsfähigkeit und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Partnerschaftsinitiative soll dazu beitragen, dass beide Partner auch künftig im internationalen Wettbewerb eine führende Rolle bei Innovationen einnehmen. Gerade vor dem Hintergrund der immensen Herausforderungen, die durch den Transformationsprozess der Wirtschaft auf unsere Unternehmen zu kommen – etwa bei der Digitalisierung, der Mobilität oder im Bereich nachhaltiges Wirtschaften – ist es wichtig, auch weiterhin eng mit einer so innovationsstarken Volkswirtschaft wie Großbritannien zu kooperieren.

Die Partnerschaftsinitiative umfasst neben regelmäßigen politischen Gesprächen etwa auch die baden-württembergisch – britische Vernetzung internationaler Veranstaltungen in beiden Wirtschaftsregionen, Delegationsreisen, KMU-Matchings, Roundtables und Expertendialoge. Der Fokus liegt dabei auf zukunftsorientierten Themen mit engem Bezug zu den Herausforderungen der wirtschaftlichen Transformation.

Schwerpunkte

Basierend auf den Ergebnissen einer Studie, die die Steinbeis 2i GmbH im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg durchgeführt hat, konzentriert sich die Partnerschaftsinitiative derzeit schwerpunktmäßig auf die Bereiche Automotive und Gesundheitswirtschaft. Jedoch auch die Bereiche Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden in den Blick genommen.

Die Studie hat ergeben, dass sich eine Zusammenarbeit mit britischen Partnern in diesen Bereichen auch in Zukunft ganz besonders lohnt. Das Vereinigte Königreich und Baden-Württemberg sind in diesen Feldern stark und innovativ und können gemeinsam viel erreichen, wenn jeder seine jeweiligen Stärken und Kompetenzen einbringt.

Studie „Gemeinsam stärker – stronger together“

Im Rahmen der Partnerschaftsinitiative BW – UK hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Jahr 2020 eine Studie zu den wirtschaftlichen Stärken und Herausforderungen Baden-Württembergs und des Vereinigten Königreichs und dem Potenzial für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen auch über den Brexit hinaus in Auftrag gegeben.

Die von der Steinbeis 2i GmbH erstellte Studie „Gemeinsam stärker – Stronger together: Erfolgreiche Geschäftsbeziehungen zwischen Baden-Württemberg und dem Vereinigten Königreich“ zeigt, dass vier Branchen als besonders relevant eingestuft werden können: die Automobilbranche, die Gesundheitsbranche, die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die Maschinenbau- und Produktionsbranche. Sowohl innerhalb als auch zwischen diesen vier Branchen besteht ein hohes Potenzial für Synergien zwischen beiden Wirtschaftsregionen. Das größte Potenzial für zukünftige Synergien ergibt sich jedoch aus Überschneidungen mit den Querschnittsthemen Automatisierung und Robotik, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie nachhaltiges Wirtschaften.

Studie „Gemeinsam stärker – Stronger together“, Deutsch (PDF)

Studie „Gemeinsam stärker – Stronger together“, Englisch (PDF)