Pressemitteilung

Förderung
  • 19.12.2016

Wirtschaftsministerium fördert Netzwerk Teilzeitausbildung Baden-Württemberg

„Wir wollen auch Menschen, die zum Beispiel Kinder versorgen oder Eltern pflegen, mit der Möglichkeit einer Teilzeitausbildung den Weg zu einer verkürzten und doch vollständigen Ausbildung eröffnen. Sie erhalten dadurch die Chance, am Arbeitsmarkt teilzuhaben“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 19. Dezember 2016. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert daher das Netzwerk Teilzeitausbildung der LAG Mädchenpolitik Baden-Württemberg auch im Jahr 2017 mit 50.000 Euro.

Baden-Württemberg habe in den vergangenen Jahren bei der Teilzeitausbildung zwar einen Sprung gemacht, Ziel der Landesregierung sei es aber aufgrund des Fachkräftemangels, nicht nur die Ausbildung insgesamt zu stärken und weiter aufzuwerten, sondern auch den Weg der Teilzeitausbildung stärker zu bewerben. „Die Existenz und die Möglichkeiten der Teilzeitausbildung sind leider noch weitgehend unbekannt im Land. Mit landesweit gut 800 Teilzeitausbildungen ist das Potential weder auf der Nachfrage- noch auf der Angebotsseite ausreichend ausgeschöpft. Der Anteil der Teilzeitausbildungen an allen Ausbildungsverhältnissen beträgt nur knapp 0,5 Prozent. Das ist deutlich ausbaufähig“, so Hoffmeister-Kraut.

Denn in Baden-Württemberg gebe es rund 85.000 Personen ohne Berufsausbildung und mit Kindern unter 18 Jahren, die grundsätzlich ein mögliches Potential für eine Teilzeit-Berufsausbildung darstellten. Die Arbeit des Netzwerks Teilzeitausbildung der LAG Mädchenpolitik sei ein wertvoller Baustein in den Bemühungen, die Teilzeitausbildung bekannter zu machen.

Seit 2011 informiert das Netzwerk Teilzeitausbildung landesweit über die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung und fördert über ein breites Bündnis von Partner/innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit die Umsetzung und Verbreitung der Teilzeitausbildung in Baden–Württemberg. Es setzt sich damit für eine selbstbestimmte Berufswegeplanung und eine gesicherte Zukunft junger Mütter und Väter sowie von Personen mit Pflegeaufgaben ein. Berufliche Ausbildung bildet eine zentrale Voraussetzung für die Existenzsicherung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die bei der LAG Mädchenpolitik angesiedelte Geschäftsstelle des Netzwerks Teilzeitausbildung leistet landesweite Vernetzung, Qualifizierung und fachpolitische Arbeit rund um die Ausbildung in Teilzeit.

Laut den Zahlen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg hat sich die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in Teilzeit allein in den Dualen Ausbildungsberufen von 283 im Jahr 2011 auf 842 Plätze im Jahr 2015 erhöht. Bundesweit ist Baden-Württemberg damit mit großem Abstand führend.


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