Pressemitteilung

Digitalisierung
  • 03.01.2018

Wirtschaftsministerium fördert sechs Projekte zur Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung mit 1,1 Millionen Euro

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„Wir nutzen die Digitalisierung für eine intensivere Vernetzung von Berufsschulen, Betrieben und überbetrieblichen Bildungsstätten und geben damit wichtige Impulse für eine moderne und zukunftsorientierte berufliche Ausbildung“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (3. Januar) in Stuttgart. Dazu fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sechs innovative Modellprojekte mit über 1,1 Millionen Euro.

Eine entscheidende Rolle spielen bei den Projekten digitale Lernplattformen, die zu einfach zugänglichen Lernumgebungen für Auszubildende ausgebaut werden, so die Ministerin. Für die mobile Nutzung durch die Auszubildenden in Berufsschule und Betrieb sollen auch Apps für Tablets und Smartphones erprobt werden. „Indem auch Leistungsunterschiede bei den Auszubildenden berücksichtigt und passgenaue Zusatzaufgaben je nach Leistungsniveau bereitgestellt werden, können wir durch Digitalisierung individuell zugeschnittene Lernumgebungen schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Diese Art des digitalen Lernens wird in den Ausbildungsberufen Industriemechaniker/-in, Mechatroniker/-in und Elektroniker/in für Automatisierungstechnik sowie in Bauberufen und kaufmännischen Berufen entwickelt und erprobt.

„Die Digitalisierung verlangt sehr gut qualifiziertes Lehr- und Ausbildungspersonal“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Deshalb sollen neue Qualifizierungskonzepte die Berufsschullehrkräfte sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben in die Lage versetzen, digitale Lerninhalte zu gestalten und den Auszubildenden zu vermitteln.

Bei den Modellvorhaben wird zum Teil das Knowhow aus den Lernfabriken 4.0, die an den Berufsschulen bereits bestehen und vom Wirtschaftsministerium gefördert werden, sowie aus dem Tablet-Projekt an Berufsschulen des Kultusministeriums einbezogen. Die beteiligten Universitäten Dresden, Stuttgart, Konstanz und Darmstadt, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd sowie das Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) Nürnberg sollen die wissenschaftliche Evaluation und eine hohe Qualität der Projekte sicherstellen. Die Laufzeit der Projekte ist von November 2017 bis Februar 2020.

Übersicht der geförderten Projektträger mit Bewilligungssumme und Projektbeteiligten (alphabetisch geordnet):

  1. Berufsförderungswerk der südbadischen Bauwirtschaft GmbH, Freiburg, mit dem Kompetenzzentrum Elementiertes Bauen KOMZET BAU BÜHL, 200.000 Euro.
    Beteiligte berufliche Schulen: Gewerbliche Schulen Bühl und Offenburg.
    Beteiligte Betriebe: Regionale Baubetriebe.

  2. Industrie- und Handelskammer Ulm, 181.454 Euro.
    Projektpartner: Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) Nürnberg.
    Beteiligte berufliche Schulen: Gewerbliche Schule Ehingen und Karl-Arnold-Schule Biberach.
    Beteiligte Betriebe: 40 regionale Ausbildungsbetriebe.

  3. Zollernalbkreis, 165.605 Euro.
    Projektpartner: Technische Universität Darmstadt.
    Beteiligte berufliche Schulen: Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen.
    Beteiligte Betriebe: Bizerba SE & Co. KG Balingen, Gühring KG Albstadt.

  4. Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, 199.616 Euro.
    Beteiligte berufliche Schulen: Technische Schule Aalen, Gewerbliche Schulen Göppingen und Schwäbisch Gmünd.
    Beteiligte Betriebe: Carl Zeiss AG Oberkochen, Heidelberg Manufacturing Deutschland GmbH Amstetten, Robert Bosch Automotive Steering GmbH Schwäbisch Gmünd.

  5. Technische Universität Dresden in Kooperation mit der Universität Stuttgart, 200.000 Euro.
    Projektpartner: Bildungshaus der IHK Region Stuttgart.
    Beteiligte berufliche Schulen: Grafenbergschule Schorndorf, Gewerbliche Schule Waiblingen.
    Beteiligte Betriebe: Andreas Stihl AG & Co. KG Waiblingen, Robert Bosch Packaging Technology GmbH Waiblingen.

  6. Universität Konstanz, 198.445 Euro.
    Projektpartner: Landesinstitut für Schulentwicklung, IHK Hochrhein-Bodensee, IHK Bodensee-Oberschwaben.
    Beteiligte berufliche Schulen: U. a. Wessenberg-Schule Konstanz, Robert-Gerwig Schule Singen, Berufsschulzentrum Stockach, Constantin-Vanotti-Schule Überlingen.